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Die Überglücklichen
IT, FR 2016, 118 min
• Mitwirkende
Beatrice Morandini Valdirana: Valeria Bruni Tedeschi
Donatella Morelli: Micaela Ramazzotti
Dottoressa Fiamma Zappa: Valentina Carnelutti
• Crew
Regie: Paolo Virzì
Buch: Paolo Virzì & Francesca Archibugi
Musik: Carlo Virzì
Kamera: Vladan Radovic
Schnitt: Cecilia Zanuso

 

Die Überglücklichen

Pressestimmen

Ein wenig wie „Thelma & Luise“ auf Psychopharmaka, denkt man, denn der Regisseur entwickelt ein feines Spannungsverhältnis zwischen den Möglichkeiten einer Frauenfreundschaft und den Störungsmustern und Krankheitsbildern seiner Protagonistinnen. Dass die beiden Frauen aus entgegengesetzten gesellschaftlichen Milieus stammen – hier die High-Society-Lady, da die sozial Benachteiligte – ermöglicht es Virzì, wie schon in seinem letzten Film „Die süße Gier“ mit unangestrengter Beiläufigkeit, ein Sittengemälde Italiens zu skizzieren und von der sozialen Kluft in seinem Land zu erzählen. Eine Kluft, die von Maria und Donatella mit selbstverständlichem Wahnsinn überbrückt wird.
DER TAGESSPIEGEL

Unterschiedlicher könnten Sonne und Mond nicht sein. Die eine übersprudelnd laut, die andere depressiv und innerlich gebrochen. Gräfin Maria Beatrice Morandini Valdirana kennt sich in der High Society aus und hält es mit der Wahrheit nicht so genau, Donatella dagegen ist in sich gekehrt und kann es nicht verkraften, dass nach einem Selbstmordversuch ihr Sohn von einer fremden Familie adoptiert wurde. Das verbindet die beiden: Verdrängung von Gefühlen, Verkriechen vor der Realität. Bei passender Gelegenheit büxen die Patientinnen aus der Villa Biondi aus, einer psychiatrischen Luxus-Klinik. Auf der chaotischen Reise durch die sommerlich-sanfte Toskana freunden sie sich an und treffen auf ein Italien sozialer Gegensätze.
Abendzeitung München

Psychiatriefilme handeln gern von der Spiegelbildlichkeit der Ärzte und Patienten, die sich in der Regel nur dadurch unterscheiden, dass sich der Zustand der Patienten bessert. Ganz so schematisch geht Paolo Virzì nicht vor. Er respektiert die Grenzen zwischen Vernunft und Wahn, beharrt aber zugleich auf ihrer Durchlässigkeit. Die forensische Klinik ist kein Pandämonium, sondern ein konfliktreiches Terrain, auf dem Gemeinschaft und Verantwortung erprobt werden müssen. Dieses Spielfeld erweitert Virzì brüsk, als er seine Heldinnen durchbrennen lässt und auf eine tragikomische Eskapade durch die Toskana schickt: eine Fluchtfantasie, deren glückliches Ende durchaus in der Rückkehr liegen könnte.
epd-film.de

Trailer

Links

Tolles Schauspiel aus der Psychiatrie - Video Filmkritik von Julia Dettke auf faz.net

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