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In den Gängen
Deutschland 2018, 125 min
• Mitwirkende
Bruno: Peter Kurth
Christian Gruvert: Franz Rogowski
Marion Koch: Sandra Hüller
Marions Mann: Clemens Meyer
• Crew
Regie: Thomas Stuber
Buch: Thomas Stuber & Clemens Meyer (nach seiner gleichnamigen Erzählung
Kamera: Peter Matjasko
Schnitt: Kaya Inan

 

In den Gängen

Pressestimmen

Eine Supermarkt-Tragikomödie über den menschlichen Mikrokosmos zwischen den Regalen: "In den Gängen" von Thomas Stuber erzählt von der Liebesgeschichte zwischen Getränke-Christian und Süßwaren-Marion.
Nachtschicht im Großmarkt, irgendwo in der ostdeutschen Peripherie. Kaltes, gelbes Neonlicht fällt auf die Waren in den Regalen. Von draußen hört man das Rauschen der nahen Autobahn in der grauen Dämmerung. Dann erklingt ein seltsam mechanisches Surren in den verlassenen Gängen, das näher kommt und schließlich in Gestalt eines Gabelstaplers zu den Klängen von Johann Strauss' Walzer "An der schönen blauen Donau" durchs Bild schwebt.
Mit diesem großen Auftritt in trister Kulisse beginnt Thomas Stubers Film "In den Gängen". Es braucht viel Mut, ein Werk über den stinknormalen Arbeitsalltag in einem deutschen Großmarkt mit einem Kubrick-Zitat zu eröffnen, ohne dass es vermessen oder peinlich wirkt
Annett Scheffel, Süddeutsche Zeitung

Was ist das? Eine neue Verschwörung Ost? Stuber wurde 1981 in Leipzig geboren, sein Drehbuchautor Clemens Meyer kurz vorher in Halle, Hauptdarstellerin Sandra Hüller 1978 in Suhl und Peter Kurth in Güstrow, das ist schon etwas länger her. Nur Rogowski fällt aus dem Rahmen: Freiburg im Breisgau. Aber das passt trotzdem sehr gut, schließlich ist er der Neue hier, „der Frischling“, wie die Süßwaren-Fee Marion ihn nennt. „Eh, Frischling, komm’ mal her ...!“ So ungefähr.
Aus der Tagesspiegel Kritik zur Berlinale

Ein deutscher Film, der gleich im ersten Bild eine Kubrick-Assoziation zu 2001 – ODYSSEE IM WELTRAUM provoziert, hat nicht nur Seltenheitswert, sondern beweist Schneid und Persönlichkeit. Und wenn IN DEN GÄNGEN uns auch nicht ins Weltall entführt, so zeichnet Regisseur Thomas Stuber mittels dieser Attribute dennoch einen Mikrokosmos, der sich wohltuend abhebt vom oft Gesehenen.
Es stellt eine sehr feine Ironie im Grundkonzept des Films dar, ausgerechnet einen Supermarkt als Setting zu wählen und damit einen Tempel des Konsums, in dem das den Kapitalismus erhaltende Ritual des Kaufens täglich hundertfach vollzogen wird. Die Menschen jedoch, die hier arbeiten, sind vom System, dem sie dienen, längst abgestoßen worden. IN DEN GÄNGEN erzählt auf spannende und überzeugende Weise von den Nachwirkungen der deutsch-deutschen Vereinigung auf Menschen in Ostdeutschland.
Aus der Jury Begründung der Filmbewertungsstelle. Prädikat besonders wertvoll

Trailer

Link

Liebe und Tod im Großmarkt - Drehbuchautor Clemens Meyer über „In den Gängen“ - Deutschlandfunk Kultur Interview mit Thomas Stuber in Die ZEIT

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