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A Star Is Born

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Der Plot mag noch so vorhersehbar sein. Bradley Cooper hat als Regisseur und männlicher Hauptdarsteller großes Kino daraus gemacht: Sein Film ist elektrisch.
Es ist nicht leicht einzufangen, was sich entlädt, wenn zwei Menschen, die sich einig sind, zusammen Musik machen. Und noch schwieriger ist es, das als Schauspieler vorzutäuschen. Telepathische Funken, blindes Verständnis, das Gefühl instantaner Geborgenheit, die Angst, dass beim nächsten Harmoniewechsel alles vorbei sein könnte, Takte flüchtigen Glücks. Ganz offensichtlich mussten Cooper und Lady Gaga diese Elektrizität nicht künstlich herstellen, sie war einfach da. Und sie ließ sich auf der Leinwand ohne Weiteres umwandeln in das Knistern zwischen zwei Verliebten. Ein Vergnügen, dabei zuzusehen. Sofort würde man mit ihnen eine Woche im Tourbus verbringen.

Die ZEIT



Deine Juliet

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„Deine Juliet“ war der erste und einzige Roman der noch während ihrer Arbeit daran verstorbenen Autorin Mary Ann Shaffers. Mike Newell gefiel darin vor allem die Erzählung auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen, die der Regisseur in seiner Inszenierung geschmackvoll miteinander kombiniert. Einer von diversen Vorzügen eines sehr charmanten Dramas mit gleichermaßen komischen wie amourösen Einschüben.

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Dogman

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Nachdem er in „Das Märchen der Märchen“ für einen Film in ganz andere Welten abgetaucht war, kehrt der italienische Regisseur Matteo Garrone mit seinem Cannes-Wettbewerbsbeitrag „Dogman“ in bekannte Gefilde zurück: Den italienischen Süden, wo Armut und die Mafia herrschen und sein Held, ein Hundefrisör, sich standhaft aber vergeblich bemüht, den Fängen der Unterwelt zu entkommen. Ein harsches Drama, dicht und stark gespielt.ten.

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Familie Brasch

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Eine deutsche Geschichte lautet der Untertitel von Annekatrin Hendels Dokumentation „Familie Brasch“, was gut den weiten Bogen trifft, der vom Dritten Reich, über die DDR bis in die Gegenwart führt. Viele Themen und Konflikte lassen sich an den Biographien der Braschs festmachen, viele Geschichten und Anekdoten erzählen, was Hendels Film zu einem reichen, faszinierenden Film über Deutschland macht.

programmkino.de



Glücklich wie Lazzaro

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Meisterhaft lässt die preisgekrönte Regisseurin Alice Rohrwacher mit ihrer poetisch-sozialkritischen Fabel das neorealistische italienische Kino auferstehen. Versehen mit magischem Realismus und auf dem Hintergrund christlicher Mythologie führt ihre Hauptfigur, der junge Lazzaro, den Zuschauer voller Urvertrauen durch alte feudale und neue globale Ausbeutung der neoliberal entfesselten Industriegesellschaft samt seinem Casino-Kapitalismus. Gleichnishaft umschifft die 36jährige Italienerin mit ihrer zurückhaltenden Inszenierung, trotz Migration, Landflucht und Verstädterung, die spektakuläre Anklage der Verhältnisse. Der Kern ihrer Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Jahrelang gelang es einer italienischen Adligen aus der Zigarettenindustrie, noch Anfang der 1980er Jahre, ihre Landarbeiter in einer Art Leibeigenschaft zu halten.

programmkino.de



Isle of Dogs

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Und dann gibt es eben sehr viele Details, die einen gleich in Andersons Welt hineinziehen. "Isle of Dogs" ist ein Animationsfilm, aber nicht nur das. Er vertraut, wie schon das Vorgängerwerk "Der fantastische Mr. Fox", auf eine der ältesten und aufwendigsten Trickfilmtechniken, das Stop-Motion-Verfahren. Dabei werden liebevoll gebastelte Figuren durch liebevoll gebastelte Sets bewegt, Einzelbild für Einzelbild, Millimeter für Millimeter. Und tatsächlich wird nirgendwo so liebevoll gebastelt wie bei Anderson. Ihm ist die ganze Welt eine Puppenstube: die Polizeistaatsfantasie der japanischen Zukunftsmetropole Megasaki genauso wie die Müllinsel der verbannten Hunde, eine Art Wüstenplanet aus aufgelassenen Rost-Raffinerien und Zivilisationsschrottgebirgen.

Süddeutsche Zeitung



Kindeswohl

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Das bewegende und exzellent gespielte Justiz- und Ehedrama nach dem gleichnamigen Bestseller von Ian McEwan wagt sich an ein heikles Thema. Im Mittelpunkt steht die sich für ihren Beruf aufopfernde Familienrichterin Fiona May. Der Fall eines 17jährigen leukämiekranken Jungen bringt sie an ihre Grenzen. Seine Eltern verweigern als Zeugen Jehova die lebensrettende Bluttransfusion. Endlich wieder eine Rolle für die zweifache Oscarpreisträgerin Emma Thompson, die ihrem unvergleichlichen Können gerecht wird. Zusammen mit Stanley Tucci als Partner beherrscht die begnadete Charakterdarstellerin die Leinwand und hebt den Film auf ein erstaunliches Niveau. Jede Minute ihres Auftritts ist mehr als sehenswert.

programmkino.de



The Killing of a Sacred Deer

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Ein 16-jähriger Junge drängt sich in das Leben eines erfolgreichen Chirurgen und belegt seine Familie mit einem Fluch. Plötzlich ist der kleine Sohn des Arztes gelähmt. Doch damit fängt der Horror erst an. Beklemmendes, packendes und irritierendes Drama um Schuld und Sühne, das den Mythos der Iphigenie auf die Moderne überträgt. Regie führte der griechische Ausnahme-Regisseur Yorgos Lanthimos.
programmkino.de



The Man who killed Don Quixote

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Nach mehreren Jahrzehnten Genese hat es Terry Gilliam endlich geschafft sein Herzensprojekt „The Man who killed Don Quixote“ zu realisieren, der als Abschlussfilm des diesjährigen Festivals in Cannes lief. Das Ergebnis ist durch und durch Gilliam, also überbordend, oft hysterisch, bisweilen konfus, oft phantasievoll, ein Film aus einem anderen Jahrhundert, im guten wie im schlechten.

programmkino.de




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