Home Programm Demnächst Archiv Impressum AnomalisaLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Das wäre mal ein ganz besonderer Film im stattKino - Puppenfilm mit Tiefgang. "Sex ist verpuppte Liebe
Charlie Kaufmans zugleich zarter wie sensationeller Trickfilm „Anomalisa“ erzählt von der Liebe zweier Marionetten ohne Fäden, die nicht von Dauer sein darf, aber eine ganze Welt verändert."
Die Video Filmkritik von Dietmar Darth in FAZ online ist hinter dem Trailer Link versteckt.



Der Wein und der WindLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Die erwachsenen Geschwister Jean, Juliette und Jérémie sind die Sprösslinge eines kleinen Familienweingutes im französischen Burgund. Die Mutter ist früh verstorben und das Leben hat die drei in ganz unterschiedliche Richtungen verschlagen: Jean, der Älteste, ist nach Konflikten mit dem Vater ausgewandert, hat die Welt bereist, mit seiner Freundin Alicia in Australien ein Weingut gekauft und einen kleinen Sohn bekommen. Den Kontakt zur Familie hat er aber seit Jahren abgebrochen. Jérémie ist jung verheiratet und lebt mit kleinem Kind bei den Eltern seiner Frau Océane. Juliette hingegen ist Single, widmet ihr Leben dem Wein und ist bei ihrem Vater auf dem Gut geblieben. Als dieser unerwartet im Sterben liegt, kommt die Familie zusammen, auch Jean kehrt nach zehn Jahren Abwesenheit zurück

www.spiegel.de



Happy EndLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Die Abgrundgemeinschaft

Warum ist Europa unglücklich? Michael Haneke gibt mit seiner schwarzen Komödie "Happy End" eine großartige Antwort.

"[...]Happy End ist eine schwarze Komödie, alles ist sehr ernst und oft auch sehr komisch. Vordergründig handelt der Film von der Bauunternehmerfamilie Laurent aus Calais. Drei Generationen wohnen unter einem Dach, es gibt Bedienstete, sie tragen das Essen auf und tragen es auch wieder ab. Wenn die Familie abends zusammensitzt, schweigt sie sich an, jeder ist mit seinen Gedanken in einem anderen Leben oder, wie Georges, schon darüber hinaus. Pierre, der Ungeliebte, der später einmal die Firma übernehmen soll, klammert sich an die Rotweinflasche, er hasst die Verlogenheit seiner bürgerlichen Klasse. Während seine Mutter Anne an ihren englischen Freund Lawrence (Toby Jones) denkt, träumt ihr Bruder Thomas (Mathieu Kassovitz), der gerade Vater geworden ist, von seiner Geliebten, einer Musikerin. Ihr Begehren leben die beiden im Chat aus, und dann hocken sie in ihrer Bildschirmhöhle, vertexten ihre ausschweifenden Fantasien und überlassen sich dem imaginierten Glück der erotischen Transgression. Auch sie haben ihre Gefühle abgespalten, im richtigen Leben stören sie nur. "Ich bin nicht mehr gewohnt, eine Tochter zu haben", sagt Thomas zu Eve, und wenn er sie umarmt, sieht es aus wie eine Zwangsmaßnahme."

Thomas Assheuer in Die ZEIT



Körper und SeeleLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Endlich kommt der Gewinner des Goldenen Bären der Berlinale ins Kino: "Körper und Seele" von Ildikó Enyedi ist der Liebesfilm des Jahres.

Dieser unglaubliche Liebesfilm spielt in einem ungarischen Schlachthof. Das Töten und Zerlegen der Tiere hält die Kamera nur zu Beginn fest, als wollte sie zeigen, was Körper und Körperlichkeit eben auch bedeuten. Oder als gälte es in Erinnerung zu rufen, dass die Menschen für ihr Reden, Flirten, Streiten, Begehren ja ebenfalls Körper brauchen, die, wenn auch auf andere Weise, den Weg allen Fleisches gehen. Vom Filmtitel Körper und Seele sollte man sich jedenfalls nicht in die esoterische Irre führen lassen. Ildikó Enyedis Film, Gewinner des Goldenen Bären der vergangenen Berlinale, ist eine behutsame Untersuchung des wohl schönsten aller Vorgänge: Zwei Seelen, die in zwei einander noch fremden Körpern wohnen, berühren sich. Das Erschütternde dieser Berührung erzählt Enyedi mit der Tiefe einer Philosophin und dem Eigensinn der Künstlerin.

Katja Nicodemus in Die ZEIT



VerleugnungLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen - das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten der Regisseur Mick Jackson und der Autor David Hare im faktentreuen Justizdrama „Verleugnung“, das auf Lipstadts Buch „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ basiert (dt.: „Betrifft: Leugnen des Holocaust“). Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit?

programmkino.de



Wiener DogLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Wiener Dog war für uns die Entdeckung des Jahres. Die Welt aus der Sicht eines Dackels ... und was für eine verrückte und verstörende Welt. Kein Film für Dackelliebhaber, aber für alle anderen eine bitterböse Komödie, die unbedingt ins stattKino gehört. An der Kinokasse ist er im heißen Sommer untergegangen, aber wir vertrauen auf euch, dass ihr mit uns in den filmischen Kosmos des Todd Solondz eintaucht. Es ist sein persönlichster Film und schlicht ein Meisterwerk.




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