Home Programm Demnächst Archiv Impressum AnomalisaLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Das wäre mal ein ganz besonderer Film im stattKino - Puppenfilm mit Tiefgang. "Sex ist verpuppte Liebe
Charlie Kaufmans zugleich zarter wie sensationeller Trickfilm „Anomalisa“ erzählt von der Liebe zweier Marionetten ohne Fäden, die nicht von Dauer sein darf, aber eine ganze Welt verändert."
Die Video Filmkritik von Dietmar Darth in FAZ online ist hinter dem Trailer Link versteckt.



Belle de JourLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Ein Tagtraum in Rot

"Das Rot der Autos, die vor dem Fenster des Bordells vorbeifahren; das Rot der Rosen, die der lüsterne Hausfreund der jungen Séverine (Catherine Deneuve mit 23 Jahren) geschickt hat; vor allem aber das Rot des Kostüms, das diese Séverine in der berühmten Eröffnungsszene trägt. Da sitzt sie in einer offenen Kutsche, bis ihr Ehemann sie von den Kutschern herausschleifen und auspeitschen lässt. Der Farbe Rot hat der Filmemacher Luis Buñuel eine wesentliche Funktion in seinem Film Belle de Jour gegeben, das spürt man, selbst wenn man nicht psychologisieren mag, weil Buñuel sich das Psychologisieren bei seinen Filmen ja verbat. Er und sein Kameramann Sacha Vierny, der zuvor unter anderem für Alain Resnais Hiroshima, mon amour und Letztes Jahr in Marienbad so fabelhaft in schwarz-weiß fotografiert hatte, sie beide waren erst spät zum Farbfilm gekommen. Und nun, 1967, benutzten sie Rot so, dass es in den ursprünglichen Vorführungen nur so von der Leinwand heruntergeleuchtet haben muss: Rot wie die Sünde, Rot wie die Macht, Rot in jedem Fall als heftiger optischer Reiz in den sexuellen Tagträumen der Séverine, ausgedacht und in Szene gesetzt von Männern." [...]

Die vollständige Besprechnung zur Wiederveröffentlich von "Belle de Jour" und "Die Reifeprüfung" auf ZEIT.de lesen.



Café SocietyLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Zugegeben - der neuste Woody Allen wurde von der Kritik nicht gerade mit Lob überschüttet. Als treue Woody Allen Fans haben wir ihn natürlich trotzdem angeschaut und fanden, dass es mal wieder ein richtig witziger Film ist. Eine Boulevard Komödie vom Meister!



Die andere Seite der HoffnungLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Jung sind nur die Schläger und ihre Opfer

"Aki Kaurismäkis hat im Kino eine ganz eigene Welt geschaffen, die auf den ersten Blick wiedererkennbar ist. „Die andere Seite der Hoffnung“ im Wettbewerb gehört zu den besten Filmen der Berlinale." [...]

Von einem neuen Leben träumen

"Dieses Gefühl von etwas Neuem in einer uns so bekannten Stilisierung entsteht, weil Kaurismäki sein Thema für neue Geschichten in der von ihm erschaffenen Welt gefunden hat: Die Außenseiter kommen von weit her. Sie bringen eine andere Welt mit. Wenn sie Glück haben, behaupten sie sich in dieser besonderen Kaurismäki-Welt, und es entsteht etwas Drittes. Das Dritte in diesem Fall ist Hoffnung, wie der Filmtitel andeutet.

Kaurismäkis Welt ist rot, blau und gelb, mit Schwarz an den Rändern. Es ist eine Welt der schweigsamen Menschen, die mit uns alt geworden sind, wie wir hier sehen können. Jung sind zwei von drei Schlägern der „Finland Liberation Army“, und jung sind die, die sie zusammenschlagen, die, die keine Finnen sind. Außer den Schlägern sind alle Finnen alt." [...]

Die vollständige Kritik von Verena Lücken in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung lesen.



FencesLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Kein gefallener Held für das "schwarze Amerika"

[...] "Ein zentrales Anliegen des Dramatikers (August Wilson) war, die Ungerechtigkeit gegenüber schwarzen Menschen zu thematisieren, sie aber nicht in ihrer Opferrolle verharren zu lassen. Troy ist ein gutes Beispiel dafür. Er steht eben nicht als gefallener Held für das "schwarze Amerika". In erster Linie ist er ein eitler Patriarch, der seine Familie wie Leibeigene behandelt und glaubt, dass seine sozialen Umstände ihn moralisch überlegen, ja sogar unantastbar machen.

Die Träume seiner eigenen Kinder sabotiert er mutwillig. Sein Sohn Cory (Jovan Adepo) hat die Möglichkeit, ein Football-Stipendium zu bekommen. Troy ist dagegen. Nicht, weil er dem Jungen eine Enttäuschung, wie er selbst sie erlebt hat, ersparen will. Nein, aus Angst, Cory könnte seine eigenen sportlichen Leistungen überstrahlen. Sein ältester Sohn (Russell Hornsby) ist Jazzmusiker und Troy hat eine sadistische Freude daran, wie der Junge jeden Freitag kommt und um Geld bettelt. Er trampelt auf den Ambitionen seiner Kinder herum, weil er sie um ihre Freiheiten beneidet." [...]

Die vollständige Kritik von Marietta Steinhart in ZEIT online lesen.



In Zeiten des abnehmenden LichtsLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Würstchen-Dämmerung

Keine Ostalgie: Matti Geschonneck verfilmt Eugen Ruges Bestseller „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ über die Geschichte einer Familie und eines Landes.

"Also, wenn sie im Sozialismus was hatten, dann hatten sie Würstchen. Gleich mehrere der zu Wilhelm Powileits 90. Geburtstag aufgefahrenen Kalten Platten sind damit gefüllt. Und beim Versuch der Urenkels Markus, sich ein Würstchen zu angeln, kracht mit lautem Geschepper der Ausziehtisch zusammen. Der Nagel, den der greise Patriarch mit dem routinierten Schlag eines einstigen Arbeiters der Faust beim Aufbau des als „Nazi-Tisch“ verfemten Möbels ins Holz getrieben hat, konnte das Zusammensacken offensichtlich nicht verhindern. Die zur Gratulationscour angerückten Parteihonoratioren schauen betreten. Ganz klar: An diesem Schicksalswürstchen zerbricht nicht nur ein Buffet, sondern ein ganzes System. Es ist Herbst, die Zeit des abnehmenden Lichts, der 1. Oktober des Jahres 1989 in Ost-Berlin." [...]

Die vollständige Kritik von Gunda Bartels auf tagesspiegel.de lesen.



Wiener DogLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Wiener Dog war für uns die Entdeckung des Jahres. Die Welt aus der Sicht eines Dackels ... und was für eine verrückte und verstörende Welt. Kein Film für Dackelliebhaber, aber für alle anderen eine bitterböse Komödie, die unbedingt ins stattKino gehört. An der Kinokasse ist er im heißen Sommer untergegangen, aber wir vertrauen auf euch, dass ihr mit uns in den filmischen Kosmos des Todd Solondz eintaucht. Es ist sein persönlichster Film und schlicht ein Meisterwerk.



Wilde MausLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Er ist der Thermomix des Komischen. Josef Hader beherrscht diese Genre so grandios wie kaum ein anderer. Seine Kabarett-Programme sind hochkarätig und mit allen wichtigen Preisen geadelt. Die Auftritte als knautschiger Ermittler Brenner in den vier Verfilmungen der bitterbösen Wolf-Haas-Krimis haben unbestrittenen Kult-Faktor. Nach dem Ausflug ins große Charakterfach mit „Vor der Morgenröte“ präsentiert der Österreicher nun sein Regiedebüt - und landete prompt im Bären-Rennen der Berlinale. Nach eigenem Drehbuch spielt Hader den tragikomischen Helden, der seinen Job als Musikkritiker verliert und sich an seinem Chef rächen will. Famose Figuren, starke Situationskomik samt funkelnder Dialoge. Hier stimmen nicht nur sämtliche Pointen, sondern einfach alles: Gut. Besser. Hader!
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