Home Programm Demnächst Archiv Impressum AnomalisaLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Das wäre mal ein ganz besonderer Film im stattKino - Puppenfilm mit Tiefgang. "Sex ist verpuppte Liebe
Charlie Kaufmans zugleich zarter wie sensationeller Trickfilm „Anomalisa“ erzählt von der Liebe zweier Marionetten ohne Fäden, die nicht von Dauer sein darf, aber eine ganze Welt verändert."
Die Video Filmkritik von Dietmar Darth in FAZ online ist hinter dem Trailer Link versteckt.



BEUYSLink zu Trailer und manchmal Filminfos

»Ich bin gar kein Künstler. Es sei denn unter der Voraussetzung, dass wir uns alle als Künstler verstehen, dann bin ich wieder dabei. Sonst nicht.«
Joseph Beuys

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er – und lacht. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.

Regisseur Andres Veiel und seine Editoren Stephan Krumbiegel und Olaf Voigtländer zeichnen in ihrer furiosen, klugen Collage unzähliger, oftmals bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente das Bild eines einzigartigen Menschen und Künstlers, der in seiner rastlosen Kreativität Grenzen sprengte. BEUYS ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume, mitreißend, provozierend und verblüffend gegenwärtig.

Beuys - Website



Der Wein und der WindLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Die erwachsenen Geschwister Jean, Juliette und Jérémie sind die Sprösslinge eines kleinen Familienweingutes im französischen Burgund. Die Mutter ist früh verstorben und das Leben hat die drei in ganz unterschiedliche Richtungen verschlagen: Jean, der Älteste, ist nach Konflikten mit dem Vater ausgewandert, hat die Welt bereist, mit seiner Freundin Alicia in Australien ein Weingut gekauft und einen kleinen Sohn bekommen. Den Kontakt zur Familie hat er aber seit Jahren abgebrochen. Jérémie ist jung verheiratet und lebt mit kleinem Kind bei den Eltern seiner Frau Océane. Juliette hingegen ist Single, widmet ihr Leben dem Wein und ist bei ihrem Vater auf dem Gut geblieben. Als dieser unerwartet im Sterben liegt, kommt die Familie zusammen, auch Jean kehrt nach zehn Jahren Abwesenheit zurück

www.spiegel.de



Hidden Figures - Unbekannte HeldenLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Fast jeder kennt Namen kühner Astronauten. Dass die Weltmacht USA ihren globalen Durchbruch beim Wettrennen ins All jedoch brillanten, afroamerikanischen Mathematikerinnen verdankt, weiß freilich kaum jemand. Trotz aller rassistischen und sexistischen Vorurteile gaben diese Pionierinnen nicht auf und setzten sich Anfang der 1960er Jahre in einer weißen und männerdominierten Gesellschaft bei der NASA durch. Einzigartig erzählt das Mut machende, temporeiche, historische Drama ihre außergewöhnliche Geschichte. Dabei agiert das sympathische afroamerikanische Frauentrio Taraji P. Henson, Oscar-Gewinnerin Octavia Spencer („The Help“) und Janelle Monáe („The Equalizer“) in der bislang unbekannten Episode der US-amerikanischen Raumfahrt hinreißend schlagfertig. Ein leidenschaftliches Plädoyer für eine gleichberechtigte Zukunft.

programmkino.de



In Zeiten des abnehmenden LichtsLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Würstchen-Dämmerung

Keine Ostalgie: Matti Geschonneck verfilmt Eugen Ruges Bestseller „In Zeiten des abnehmenden Lichts“ über die Geschichte einer Familie und eines Landes.

"Also, wenn sie im Sozialismus was hatten, dann hatten sie Würstchen. Gleich mehrere der zu Wilhelm Powileits 90. Geburtstag aufgefahrenen Kalten Platten sind damit gefüllt. Und beim Versuch der Urenkels Markus, sich ein Würstchen zu angeln, kracht mit lautem Geschepper der Ausziehtisch zusammen. Der Nagel, den der greise Patriarch mit dem routinierten Schlag eines einstigen Arbeiters der Faust beim Aufbau des als „Nazi-Tisch“ verfemten Möbels ins Holz getrieben hat, konnte das Zusammensacken offensichtlich nicht verhindern. Die zur Gratulationscour angerückten Parteihonoratioren schauen betreten. Ganz klar: An diesem Schicksalswürstchen zerbricht nicht nur ein Buffet, sondern ein ganzes System. Es ist Herbst, die Zeit des abnehmenden Lichts, der 1. Oktober des Jahres 1989 in Ost-Berlin." [...]

Die vollständige Kritik von Gunda Bartels auf tagesspiegel.de lesen.



Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl SchmidtsLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Karl Schmidt ist eine Figur des Berliner Musikers und Schriftstellers Sven Regener. In der sehr erfolgreichen Lehmann-Romantrilogie war Schmidt die relevante Nebenfigur, in dem auch sehr erfolgreichen Nachdreher „Magical Mystery oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt“ war Schmidt die Hauptfigur, in der nunmehr vorliegenden Verfilmung ist er das auch, und zwar auf eine sehr spezielle Weise: In einer Welt, die einer geheimnisvollen Verzauberung unterliegt, ist er der Einzige mit einem klaren Kopf. Das liegt eben daran, dass er „gar nichts mehr“ darf. Kein Bier, keine Tabletten, keine der zahlreichen Dröhnungen, mit denen Leute sich für das Nachtleben auf Touren und am nächsten Tag wieder auf Normalspeed bringen – keine der Intoxikationen, mit denen die Mysterisierung der Welt synthetisch herbeigeführt wird. Die Befürchtung ist eindeutig: Wenn Karl wieder irgendetwas einwirft, dann macht es wahrscheinlich klaps, und er ist wieder in der Mühle, in der sein wildgewordenes Hirn das Weltverhältnis zu Brei mahlt. Was aber, wenn die Alternative dazu immer noch ein weiteres Plenum ist?

Die komplette Kritik von Bert Rebhandel auf faz.net



VerleugnungLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen - das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten der Regisseur Mick Jackson und der Autor David Hare im faktentreuen Justizdrama „Verleugnung“, das auf Lipstadts Buch „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ basiert (dt.: „Betrifft: Leugnen des Holocaust“). Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit?

programmkino.de



Wiener DogLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Wiener Dog war für uns die Entdeckung des Jahres. Die Welt aus der Sicht eines Dackels ... und was für eine verrückte und verstörende Welt. Kein Film für Dackelliebhaber, aber für alle anderen eine bitterböse Komödie, die unbedingt ins stattKino gehört. An der Kinokasse ist er im heißen Sommer untergegangen, aber wir vertrauen auf euch, dass ihr mit uns in den filmischen Kosmos des Todd Solondz eintaucht. Es ist sein persönlichster Film und schlicht ein Meisterwerk.



Wilde MausLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Er ist der Thermomix des Komischen. Josef Hader beherrscht diese Genre so grandios wie kaum ein anderer. Seine Kabarett-Programme sind hochkarätig und mit allen wichtigen Preisen geadelt. Die Auftritte als knautschiger Ermittler Brenner in den vier Verfilmungen der bitterbösen Wolf-Haas-Krimis haben unbestrittenen Kult-Faktor. Nach dem Ausflug ins große Charakterfach mit „Vor der Morgenröte“ präsentiert der Österreicher nun sein Regiedebüt - und landete prompt im Bären-Rennen der Berlinale. Nach eigenem Drehbuch spielt Hader den tragikomischen Helden, der seinen Job als Musikkritiker verliert und sich an seinem Chef rächen will. Famose Figuren, starke Situationskomik samt funkelnder Dialoge. Hier stimmen nicht nur sämtliche Pointen, sondern einfach alles: Gut. Besser. Hader!
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Zeit des ErwachensLink zu Trailer und manchmal Filminfos

Film & Poesie: Ein Lohrer stellt seinen Lieblingsfilm vor

Es passiert nicht alle Tage, dass wir einen Filmwunsch zusammen mit einem verlockenden Angebot erhalten. In der nächsten Staffel stellt Dirk Harms den Film "Zeit des Erwachens" nach dem Buch "Awakenings (Bewußtseinsdämmerungen)" des britischen Arztes und Autors Oliver Sacks vor und rezitiert Rainer Maria Rilkes Gedicht "Der Panther", das im Film eine zentrale Rolle spielt. Das hat uns angeregt und Renate liest mit Begeisterung gerade die posthum erschienene Essay Sammlung "The River of Consciousness".

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten, die der britische Arzt Oliver Sacks in den 1960er Jahren im New Yorker Montefiore Medical Center erlebte.
Trotz mancher Klischees - in einem Hollywood Film der 90er Jahre wohl unvermeidlich - ist es wunderbar zuzusehen, wie Oliver Sacks (alias Malcolm Sayer) durch genaue Beobachtungen und Einfühlnahme die Patienten behandelt, die unter der "Europäischen Schlafkrankheit" leiden

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times: „Nachdem ich Zeit des Erwachens gesehen hatte, las ich das Buch, um mehr zu erfahren über die Vorgänge in diesem Krankenhaus in der Bronx. Was der Film und das Buch vermitteln, ist der immense Mut der Patienten und die profunde Erfahrung der Ärzte, als sie im Kleinen wiedererlebten, was es bedeutet, geboren zu werden, die Augen zu öffnen und erstaunt zu entdecken, dass du lebst.“




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