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Alles außer gewöhnlich
Frankreich 2019, 114 min
• Mitwirkende
Bruno Haroche: Vincent Cassel
Malik: Reda Kateb
Hélène: Hélène Vincent
Dylan: Bryan Mialoundama
Menahem: Alban Ivanov
• Crew
Regie: Éric Toledano & Olivier Nakache
Buch: Éric Toledano & Olivier Nakache
Musik: Grandbrothers
Kamera: Antoine Sanier
Schnitt: Dorian Rigal-Ansous

 

Alles außer gewöhnlich

Pressestimmen

Die beiden [Bruno und Malik] gibt es wirklich, sie heißen zwar anders, leiten aber Vereine, die sich um junge Autisten kümmern, ihre Erlebnisse bildeten die Vorlage für den Film. Auch Driss und Philippe gibt es, ebenfalls unter anderem Namen. Die beiden Helden aus "Ziemlich beste Freunde" - ein Millionär mit Handicap und sein Pfleger mit krimineller Vergangenheit - bescherten Éric Toledano und Olivier Nakache im Jahr 2011 ihren größten Hit. Reale Vorbilder, echte Schicksale sind wichtig für sie, andernfalls könnte man ihre Erzählungen von Schwerbehinderungen oder sozialem Engagement schnell als Lehrstücke abtun. Die beiden Regisseure haben aber ein ziemlich gutes Gespür dafür, wie solche Themen zu verfilmen sind: Lebensnah und temporeich, mit möglichst viel Humor und ohne jede Rührseligkeit. Das schafften sie bei "Ziemlich beste Freunde", aber auch bei "Heute bin ich Samba" (Karrierefrau mit Burnout trifft auf abgeschobenen Küchenhelfer) und jetzt auch in "Alles außer gewöhnlich". Immer prallen scheinbare Gegensätze aufeinander: Bruno ist Jude, trägt Kippa unter seiner Baseballcap, Malik dagegen ist Moslem. Das erzählt der Film aber nur nebenbei, so wichtig erscheint das den realen Vorbildern wohl nicht, genauso hält es dann auch der Film. Diese Männer haben andere Sorgen- die repetitiven Rituale der Religionsstreitigkeiten gehören nicht dazu.
Josef Grübl - Süddeutsche Zeitung

Jenseits von Behinderten-Film-Klischees
Zwei hartgesottene Typen für eine äußerst harte Arbeit: Vincent Cassel und Reda Kateb spielen im neuen Film von den Machern von „Ziemlich beste Freunde“ zwei Sozialarbeiter, die jenseits von Konventionen autistischen Jugendlichen helfen – und dabei immer wieder das System austricksen müssen.
In Behinderten-Filmen wie „Rain Man“ – Dustin Hoffman als Autist – oder „Ich bin Sam“ – Sean Penn als geistig Zurückgebliebener – bekam man den Eindruck, dass diese anrührenden Geschichten vor allem auch Vehikel für die Schauspieler waren, die damit bewiesen, dass er auch „behindert“ konnten. Éric Toledano und Olivier Nakache, die Regisseure von „Alles außer gewöhnlich“, schaffen es aber, ihren ganzen Film über das Gleichgewicht zu halten: zwischen Vincent Cassels und Reta Katebs großartigem Spiel, der Darstellung der jugendlichen Autisten – gespielt von autistischen Kindern und Jugendlichen – und dem kritischen Blick auf eine Gesellschaft, in der Menschen mit solch schweren Handicaps kaum eine Chance haben. Valentin zum Beispiel, der immer einen Kopfschutz trägt, weil er seinen Kopf gegen die Wand schlägt.
Hartwig Tegeler - deutschlandfunk.de - Film der Woche

Originaltrailer

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