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Ich bin dein Mensch
Deutschland 2021, 104 min
-• Mitwirkende
Alma: Maren Eggert
Tom: Dan Stevens
Kadidja: Farida Ouchani
Employee: Sandra Hüller
Juian: Hans Löw
• Crew
Regie: Maria Schrader
Buch: Jan Schomburg & Maria Schrader nach einer Kurzgeschichte von Emma Braslavsky
Musik: Tobias Wagner
Kamera: Benedict Neuenfels
Schnitt: Hansjörg Weißbrich

 

Ich bin dein Mensch

Pressestimmen

Die lustigsten Filme handeln von ernsten Sachen. Ihr bestmögliches Ende ist offen, und zwar so, dass der Kopf, der zuschaut, dieses offene Ende nicht gleich nach dem Abspann heimlich wieder schließt. „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader weiß beides. Der Film erzählt entsprechend mehrstimmig die Geschichte der Archäologin Alma, die ein paar Wochen mit dem Roboter Tom verbringen soll, damit dieser sich im Vollzug interaktiven Maschinenlernens mehr und mehr ihren Vorstellungen vom idealen Liebespartner anschmiegt. Es handelt sich allerdings um einen Testlauf; Alma ist Probandin, nicht Kundin, ihre Versuchsteilnahme will auf unromantische Vorteile hinaus, so mag sie den Ablauf nur halbwegs würdewahrend irgendwie hinter sich bringen.
Dietmar Dath - FAZ

Der Traum vom künstlichen Menschen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. In der Antike war es noch ein mythisch-künstlerischer Schaffens-Akt, der die Hilfe der Götter brauchte. Prometheus erschuf Menschen aus Lehm und Wasser, der Künstler Pygmalion baute eine weibliche Statue, verliebte sich in sie und bat die Göttin Aphrodite, ihr Leben einzuhauchen. Aber mit wachsendem Vertrauen in die eigene Kompetenz nahm der Mensch die Erschaffung seines Ebenbilds den Göttern aus der Hand. Von den ersten mechanischen Automaten bis zur gegenwärtigen Entwicklung künstlicher Intelligenzen scheint jegliche Transzendenz oder göttliches Zutun verschwunden.
Sollte es aber tatsächlich dazu kommen, dass Roboter Lebens- und Liebespartner für den Menschen sein können, bekommen die Fragen nach dem "Geheimnis des Lebens", nach der Seele, nach Empfindung und Bewusstsein wieder zentrale Bedeutung.
[..]
Tom ist weiterentwickelt als seine künstlichen Vorgänger. Er ist den Menschen in fast allem überlegen, zugleich aber frei von persönlicher Ambition, frei von Angst, frei von Freiheitsdrang. Von ihm geht keine Gefahr aus. Tom ist vielleicht der ultimative Untertan. Aufgeklärt und einverstanden mit der Tatsache, dass sein Auftrag seine Existenzberechtigung ist. Sein Auftrag wiederum ist nichts Geringeres als die schönste Sache der Welt: Einen Menschen glücklich machen. Als perfekter Lebenspartner programmiert, mit individuell passenden Charakterzügen und Eigenschaften ausgestattet, soll er die Einsamkeit vertreiben, die Sehnsucht nach Vertrauen und Liebe erfüllen und käuflich zu haben sein - Eine Idee, die Alma vehement verabscheut. Roboter sollen Flugbahnen und Ampelschaltungen überwachen, Rasen mähen und Schließanlagen kontrollieren. Aber die Liebe, das wahre Gefühl, das Glück und das Unglück ist in ihren Augen allein dem Menschen vorbehalten.
Director's Note von Maria Schrader

Originaltrailer

Fotos






























 

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