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The Farewell
USA, China 2019, 100 min
• Mitwirkende
Nai Nai: Shuzhen Zhao
Billi: Awkwafina
• Crew
Regie: Lulu Wang
Buch: Lulu Wang
Musik: Alex Weston
Kamera: Anna Franquesa Solano
Schnitt: Matt Friedman & Michael Taylor

 

The Farewell

Pressestimmen

Eigentlich finden sich in "The Farewell" (Der Abschied) alle Anlagen für ein Rührstück: Eine gravierende Erkrankung, ein großes Familienfest und das Aufeinandertreffen verschiedener Generationen, Lebensentwürfe und Traditionen. Das ist allzu häufig die Gemengelage, aus dem Erbauungskino oder gleich Kitsch entsteht. Umso eindrucksvoller ist es, wie weit sich Autorin und Regisseurin Lulu Wang mit ihrem in Teilen autobiografisch gefärbten Film davon absetzt. Denn "The Farewell" berührt, ohne aufdringlich oder manipulativ zu sein, und unterhält, ohne auf laute Albernheiten oder kulturelle Stereotype zurückzugreifen.
David Kleingers - Der SPIEGEL

»The Farewell« ist ein Film über eine gewaltige, existenzielle Lüge. Eine ganze Familie verschweigt der Großmutter, dass sie sterbenskrank ist. Was man kaum glauben mag, hat sich wirklich ereignet. Denn das »Based on an actual lie« wird dem Film nicht aus Jux vorangestellt, obwohl auch das der tonnenschweren und zugleich federleichten Tragikomödie zuzutrauen wäre. Nein, tatsächlich war die chinesische Großmutter der Filmemacherin und Drehbuchautorin Lulu Wang tödlich erkrankt und wurde nicht eingeweiht.
Ist das nun eine »gute Lüge«, wie der behandelnde Arzt im Film erklärt, oder eine kaum vertretbare? Es sind diese beiden Pole, die Wang in ihrem Film verhandelt und die zugleich zu Spiegeln werden für kulturelle Differenzen. »Das ist der Unterschied zwischen Ost und West: Im Osten ist das Leben einer Person Teil eines Ganzen«, heißt es einmal. Deshalb habe die Familie die emotionale Last der Lüge zu tragen. In »The Farewell« prallen immer wieder die Kulturen aufeinander, vor allem aber ist der Film das liebevolle Porträt eines familiären Abschieds.
Jens Balkenborg - epd-Film

Trailer

Fotos






























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