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Der Spitzenkandidat
The Front Runner
USA 2018 113 min
• Mitwirkende
Gary Hart: Hugh Jackman
Lee Hart: Vera Farmiga
Bill Dixon: J.K. Simmons
• Crew
Regie: Jason Reitman
Buch: Matt Bai - based on his book "All the Truth is Out" & Jay Carson & Jason Reitman
Musik: Rob Simonsen
Kamera: Eric Steelberg
Schnitt: Stefan Grube

 

Der Spitzenkandidat

Pressestimmen

Um die Bedeutung dieses Augen­blicks (als die Privatsphäre von Poitikern in öffentlich wurde) noch stärker zu betonen, hat sich Reitman zum ersten Mal seit Up in the Air entschieden, wieder mit physi­schem Film­ma­te­rial zu arbeiten und mehr noch und in Anlehnung an Michael Ritchie-Filme wie Downhill Racer (1969) und vor allem The Candidate (1972) filmisch so vorzu­gehen wie es in den 1970ern Standard war. Diese leiden­schaft­liche Histo­ri­zität macht Reitmans Der Spit­zen­kan­didat nicht nur zu einem beson­deren cine­philen Genuss, sondern verstärkt eindrück­lich den histo­ri­schen Spiegel, den uns Reitman hier vorhält, und die Fragen um den Wandel unserer mora­li­schen Inte­grität und was dieser Wandel mit uns gemacht hat.
Doch was für uns »Zukünf­tige« ernüch­ternd sein mag, mehr noch mit dem Wissen, dass nach Fertig­stel­lung von Reitmans Film das Geständnis des konser­va­tiven »Spin-Doctors« Lee Atwater bekannt wurde, in dem präzise beschrieben wird, wie er den Skandal damals einfä­delte, ist für die Betei­ligten von damals eine ganz andere Geschichte, die sogar Reitman über­raschte. Als Reitman sowohl Gary Hart und seiner Frau Lee als auch Donna Rice und dem Wahl­kampf­team von damals den fertigen Film vorführte, gab es von allen Seiten nur eine Reaktion – was für ein großar­tiger Schau­spieler Hugh Jackman sei und wie unglaub­lich gut er Gary Hart verkör­pere.
Axel Timo Purr - artechock.de

Reitman ist einer dieser Grenzgänger, wie sie das amerikanische Filmgeschäft im besten Fall hervorbringt. Er ist ein Kind der Entertainment-Industrie mit Instinkten fürs Starkino, was als Sohn des "Ghostbusters"-Schöpfers und Komödienveteranen Ivan Reitman auch naheliegt - demnächst wird er Daddys Geisterjäger-Franchise neu beleben; zugleich aber auch ein Intellektueller, der mit seinen feministischen, politischen und soziologischen Einsichten zwar nicht selbstverliebt hausieren geht, sie aber geschickt in Filme wie "Thank You For Smoking", "Juno" und "Up in the Air" einzubauen wusste. Beim "Spitzenkandidaten" folgt er nun den Spuren des 2006 verstorbenen Independent-Pioniers Robert Altman bei dem Versuch, per fein gewebtem Ensemblestück einen Schlüsselmoment des amerikanischen Kulturwandels dingfest zu machen.
Tobias Kniebe - Süddeutsche Zeitung

Any film about a sexually incontinent presidential hopeful who goes to war with the press would have a certain resonance right now. Jason Reitman’s dense, detailed account of three fateful weeks in the life of US Senator Gary Hart (Hugh Jackman), frontrunner for the Democratic nomination in 1988, would have unavoidable Trumpian overtones even without characters making doomy predictions such as, “I fear we may get the kind of leader we deserve.”
But in fact the politicians themselves – both the defensively private Hart and the tango-hued elephant in the room – are less interesting than what the film has to say about politics itself, and the press that covers it.
The way The Front Runner tells it, 1988 represented a tipping point. It was the moment that US politics mutated into a toothy, slickly packaged personality pageant. It was the point at which the delicate journalistic balance between duty to the news and accountability to the shareholders was muddied by the realisation that the average punter was more interested in infotainment than information.
Wendy Ide - The Guardian

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