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Der Hochzeitsschneider von Athen
Deutschland, Belgien, Griechenland 2020, 100 min
• Mitwirkende
Nikos: Dimitris Imellos
Olga: Tamilla Koulieva
Thanasis: Thanasis Papageorgiou
Kostas: Stathis Stamoulakatos
• Crew
Regie: Sonia Liza Kenterman
Buch: Sonia Liza Kenterman & Tracy Sunderland
Musik: Nikos Kypourgos
Kamera: Giorgos Mihelis
Schnitt: Dimitris Peponis

 

Der Hochzeitsschneider von Athen

Pressestimmen

Die Geschichte eines 50-jährigen Mannes, der gegen die wirtschaftliche Sackgasse in seinem Leben kämpft, um sich eine Zukunft zu schaffen. Es ist in dem Sinne eine coming-of-old-age story: wir folgen Nikos – einem einsamen und emotional besiegten Mann, der in Schulden ertrinkt und durch die drohende Insolvenz in seiner Existenz bedroht ist. Er ist im Geschäft seines Vaters gefangen, das ihm sowohl Schutzraum als auch Gefängnis ist. Nikos verwandelt sich in seiner Not in einen Straßenschneider, einen Nomaden in der Stadt, der es schaff t, sich neu zu erfinden und sich der Welt wieder anzuschließen. Nikos weigert sich, aufzugeben. Mit Schneiderei als seiner einzigen Fähigkeit und seinem merkwürdig zusammengebastelten, fahrbaren Marktstand als einziger Geschäftsidee, gelingt es Nikos schließlich, erfolgreich zu sein – den Umständen zum Trotz. Indem er auf eine Tradition der Vergangenheit, den Tauschhandel, zurückgreift, schafft er Zukunft. Er hält sein Handwerk am Leben und findet seinen Platz in der Welt. DER HOCHZEITSSCHNEIDER VON ATHEN ist eine zeitgenössische Allegorie des „kleinen Mannes“, der gegen scheinbar unüberwindliche Hindernisse kämpfen muss.
Die Regisseurin Sonia Liza Kenterman über ihren Film

Nikos liebt sein Metier, es ist ein Handwerk, das er mit leidenschaftlicher Eleganz praktiziert, mit einer Singer-Nähmaschine, und es sind erotische Momente, wenn seine dicke Schere durch den edlen Stoff pflügt. Wenn er Kunden berät, wird er zum Geschichtenerzähler. Kaschmir kommt aus Australien, erzählt er, nur dort gibt es das richtige Mikroklima, und man nimmt nur einen kleinen Teil des Fells, zwischen Bauch und Hals. Zögerlich akzeptiert er, die Wünsche der Frauen zu erfüllen, sie brauchen Hochzeitskleider, für ihre Töchter. Kleider, brummt sein Vater, sind etwas für Näherinnen, wir Männer schneidern! Die Nachbarin Olga hilft ihm, einen neuen Stil zu entwickeln. Nikos hilft ihrer Tochter bei den Hausaufgaben, den sprachlichen Zeitformen: Magst du die Zeit?
Die Brautkleider haben nichts von der peniblen Männer-Maßschneiderei, hier ist alles verschwenderische Weite und Schwung, Fülle und Rüschigkeit. Mit der gemeinsamen Arbeit entdeckt Nikos auch die Liebe, und einmal greift er - das ist der bewegendste Moment - Olga an die Brust: Einen kleinen Faden sieht er da hängen, den er ihr abzupfen will.

Süddeutsche Zeitung

Trailer

Fotos






























 

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