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Der Junge muss an die frische Luft
Deutschland 2018, 100 min
• Mitwirkende
Hape Kerkeling: Julius Weckauf
Vater Kerkeling: Sönke Möhring
Margret Kerkeling: Luise Heyer
Oma Änne: Hedi Kriegeskotte
Oma Bertha Kerkeling: Ursula Werner
Opa Willi: Joachim Król • Crew
Regie: Caroline Link
Buch: Ruth Toma nach der gleichnamigen Autobiographie von Harpe Kerkeling
Musik: Niki Reiser
Kamera: Judith Kaufmann
Schnitt: Simon Gstöttmayr

 

DerJunge muss an die frische Luft

Pressestimmen

Hans-Peter ist der Wonneproppen einer lebensfrohen Großfamilie, in der die Frauen den Ton angeben, vor allem zwei großartige Großmütter. "Wenne watt wills, machet einfach und kümmer dich nich drum, watt die Leute sagen", lehrt ihn seine eigenwillige "Omma" Änne (Hedi Kriegeskotte). Der Film feiert den Ruhrpott-Dialekt, der so direkt und pragmatisch klingt, wie es diese Familie ist. Nach dem Suizid der Mutter zögert Hapes zweite Oma Bertha (Ursula Werner) nur kurz, als sie gefragt wird, ob sie sich um die Kinder kümmern kann. "Morgen gibt es Rouladen", sagt sie später. Weil Hans-Peter die so gerne isst.
Martina Knobe - Süddeutsche Zeitung

Letztlich kreist "Der Junge muss an die frische Luft" um die alte Frage, wie man wurde, wer man ist, wie die Kindheit im Erwachsenen fortwirkt, ihn prägt und bestimmt. Und was so berührt, ist die Sehnsucht, man könnte Kontakt aufnehmen mit dem verzweifelten Kind, das man einmal war, es trösten und in den Arm nehmen, ihm sagen, dass alles gut wird. Im Film geht das: Schuss, Gegenschuss, ein schneller Schnitt und fertig ist der Blickwechsel zwischen dem kleinen Hans-Peter und dem erwachsenen Hape; sie winken einander zu und lächeln. Der Schnitt ist Kitsch, aber hier geht er schon in Ordnung.
Elena Meilicke - Der SPIEGEL

Für einen Heimatfilm braucht es nicht unbedingt Berge oder Wiesen. Manchmal genügen eine Wagenladung Eierlikör und ein Mettigel, um diese ganz spezielle Gemütlichkeit zu verbreiten. Dazu ein paar sentimentale Schlager und natürlich lauter gute Menschen – ohne die gibt es keinen Heimatfilm. Nur bei einer solchen Mischung kann es gelingen, dass ein Kinosaal voller Menschen auf eine abgeranzte Gelsenkirchener Straße blickt und denkt: „Mensch, Recklinghausen in den Siebzigern war echt ganz schön.“
War es nicht, sagt ein Historiker, der es wissen muss. Aber wir befinden uns nicht in einem Geschichtsbuch, sondern in der Geschichte von Hape Kerkeling. Die entscheidende Phase seiner Kindheit hat er in „Der Junge muss an die frische Luft“ beschrieben: den Umzug vom Land in die Stadt, den Tod seiner Großmutter und die Krankheit und den Suizid seiner Mutter. Doch das ist nur die tragische Seite der Medaille. Auf der anderen ist zu sehen, wie der kleine Hans-Peter sein komödiantisches Talent entdeckt. Er parodiert Nachbarinnen und macht anderen Quatsch, um Menschen zum Lachen zu bringen – vor allem seine depressive Mutter.
Julia Bähr - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Trailer

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