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KOKON
Deutschland 2020, 95 min
• Mitwirkende
Romy: Jella Haase
Rudi: Franz Hagn
Jule: Lena Klenke
Frau Novak: Kim Riedle
• Crew
Regie: Leonie Krippendorff
Buch: Leonie Krippendorff
Musik: Maya Postepski
Kamera: Martin Neumeyer
Schnitt: Emma Gräf

 

KOKON

Pressestimmen

Wärmer ums Herz kann einem kaum werden: Der Coming-of-Age-Film "Kokon" verzaubert mit einer ersten Liebe mitten im brütend heißen Kreuzberg. Als queere Versuchung ist Jella Haase mit dabei.

Eine schlechte große Schwester ist Jule nicht. Klar, dass sie ihrer jüngeren Schwester Nora in Orangensaft getränkte Wattebäusche aufzwingt, "weil das die Models auch gegen Hunger machen", ist Quatsch. Aber ansonsten kümmert sich die 16-Jährige liebevoll um die 14-Jährige, nimmt sie mit auf Partys und ins Freibad, tröstet sie, wenn die Mutter wieder auf Sauftour ist und ihren Kindern nichts als schimmeligen Frischkäse im Kühlschrank hinterlassen hat.
Eine noch bessere große Schwester ist allerdings Leonie Krippendorff. Als Autorin und Regisseurin von "Kokon" nimmt sie sich all der Fragen und Bedürfnisse von Nora an, die die anderen überfordern. Dass Nora andere Vorbilder als Models will, dass sie sich ernsthaft für die Schule interessiert, und vor allem, dass sie sich mehr zu Mädchen als zu Jungs hingezogen fühlt, erzählt Krippendorff mit größter Zärtlichkeit und Fürsorge. Würde ihre Geschichte nicht schon im Rekordsommer 2018 spielen: Wärmer ums Herz könnte einer kaum werden als in diesem Film.
Hannah Pilarczyk- Der SPIEGEL

"Kokon" von Leonie Krippendorff ("Looping") mit der feinfühlig spielenden Lena Urzendowsky in der Hauptrolle führt an einen lauten, schmuddligen und sehr lebendigen Berliner Ort. Nora lebt am Kottbusser Tor, wird langsam erwachsen, findet sich total unansehnlich und hat noch keine Ahnung, wohin die Reise gehen soll. Während sich ihre ältere Schwester Jule und dessen beste Freundin vor allem um ihre Selbstdarstellung in den Netzwerken kümmern, erwacht bei Nora langsam das Empfinden für den eigenen Körper und die eigenen Bedürfnisse und Sehnsüchte.
Mit der herrlich selbstbewussten, mitreißenden Romy (Jella Haase) tritt die erste Liebe in ihr Leben, aus dem unscheinbaren Kokon wird ein flatternder Schmetterling und aus dieser wunderschönen Sommergeschichte ein schwebender, queerer, herzerfrischender Coming-of-Age-Film. Er nimmt die Super-Hitze von 2018 ebenso auf wie die chaotische Stimmung am "Kotti" und die brodelnden Gefühle der jungen Heldinnen – all das ergibt diese unwiderstehliche Mischung: Genauso ist er, der Sommer in Berlin.
Knut Elstermann - mdr KULTUR

Originaltrailer

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