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Nurejew - The White Crow
Frankreich, GB 2018, 127 min
• Mitwirkende
Rudolf Nureyev: Oleg Ivenko
Aleksandr Ivanovich Pushkin: Ralph Fiennes
Teja Kremke: Louis Hofmann
Clara Saint: Adèle Exarchopoulos
Yuri Soloviev: Sergei Polunin
• Crew
Regie: Ralph Fiennes
Buch: David Hare nach dem Buch "Rudolf Nureyev: The Life"
Musik: Ilan Eshkeri
Kamera: Mike Eley
Schnitt: Barney Pilling

 

Nurejew - The White Crow

Pressestimmen

Jedes Klischee hat seinen Ursprung. Will man ihn zeigen, hat man als Filmschaffender eine schwierige Aufgabe vor sich: Wie zeigt man diesen Ursprung aus dem Abstand von zehn, fünfzig, sogar hundert Jahren? Als etwas, das damals neu war, ein Skandal? Wie bricht man Regeln, an die das Publikum sich kaum noch erinnert?
Rudolf Nurejew ist das Urbild dessen, was man sich heute unter dem Klischee eines genialen Balletttänzers vorstellt. Exzentrisch, eigensinnig, größenwahnsinnig, und so fort. Er hat die Rolle der männlichen Tanzdiva nahezu im Alleingang geprägt und verändert. Als er 1961 mit dem Leningrader Kirow-Ballett in Paris zu Gast war, beantragte er Asyl und blieb im Westen. Schon eine Woche nach der Flucht tanzte er wieder. Seine Flucht war ein herber Schlag für das Sowjetreich. Der russische Geheimdienst, heißt es, wollte dem entflohenen Tänzer die Beine brechen lassen. Ralph Fiennes' Film "The White Crow" erzählt die Ereignisse, die zu jenem 16. Juni 1961 führten.
Juliane Liebert - Süddeutsche Zeitung

Rudolf Nurejew war zu Lebzeiten bereits eine Legende, der erste Popstar des Balletts. In einer Liga mit Rudolph Valentino und Elvis. Wo er auftauchte, lagen ihm Frauen zu Füßen. Und Männer. Seine androgyne Erscheinung, seine geschmeidige Physis, die unwiderstehliche Kombination aus stechendem Blick und hohen Wangenknochen erschufen in den Sechzigern ein neues Männerbild. Poesie in Bewegung, fleischliche Sinnlichkeit, vergleichbar nur mit Elvis’ Hüftschwung.
Der damals 23-jährige Nurejew, ein Schüler des berühmten Choreografischen Instituts in Leningrad, erreichte den Westen genau im richtigen Moment, um die sexuelle Revolution der Swingin’ Sixties sozusagen in full swing mitzunehmen. Als er 1961 nach einer Einladung der Kirow-Compagnie an die Pariser Oper kurz entschlossen in Frankreich blieb, war der Überläufer eine ähnliche Sensation wie kurz zuvor Juri Gagarin nach seinem Spaziergang im All.
Andreas Busche - DER TAGESSPIEGEL

Trailer

Link

Hier bei euch werde ich niemals glücklich sein - Video-Filmkritik zu "Nurejew" von Wiebke Hüster

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