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Die Poesie der Liebe
Mr & Mme Adelman
FR, BE 2017, 120 min
• Mitwirkende
Sarah Adelman: Doria Tillier
Victor de Richemont dit Adelman: Nicolas Bedos
Psychiater: Denis Podalydès
Claude de Richemont: Pierre Arditi
• Crew
Regie: Nicolas Bedos
Buch: Nicolas Bedos & Doria Tillier
Musik: Nicolas Bedos & Philippe Kelly
Kamera: Nicolas Bolduc
Schnitt: Anny Danché

 

Die Poesie der Liebe

Pressestimmen

Es beginnt schon damit, dass Sarah sich 1971 in einer Bar unsterblich in den angehenden Schriftsteller Victor verliebt und wirklich alles tut, um ihn zu erobern. Sie belagert ihn per Telefon, macht sich an seinen besten Freund ran und wird die Geliebte seines Bruders. Und sie kriegt ihn, indem sie beim Weihnachtsdiner bei seinen großbourgeoisen Eltern dem Gemecker seines erzreaktionären Vaters schlagfertig Paroli bietet. »Die hat Eier!«, lobt der alte Chauvi. Ab da liegt der Mitterrand-Fan Victor Sarah zu Füßen.
Die Rollen sind von Anfang an klar verteilt: hie Zielstrebigkeit, dort Narrenfreiheit. Sarah, die scharfsinnige Literaturdoktorandin, stürzt sich wie ein Geier auf Victors Manuskript und korrigiert unaufgefordert darin herum. Als schlauer Coach erträgt sie seine weiblichen Groupies, seine Krisen und sein Selbstmitleid und genießt das durch seine Bestseller ermöglichte Wohlleben.
Nicolas Bedos, der sich in Theater, Fernsehen und als Buchautor einen Namen gemacht hat, gibt in seinem Regiedebüt ohne Scheu einen eitlen Narziss. Für seine Partnerin auch im wahren Leben, Doria Tillier, die ihre Karriere als Wetterfee begann, dürfte der Part der aparten und redegewandten Muse ihren Durchbruch bedeuten.
Birgit Roschy - epd-film.de

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“ weiß der Phrasenfundus und kaschiert damit allzu gerne das paternalistische Bild des Machers und der Frau im Hintergrund, die ihm den Rücken freihält, die Kinder versorgt, die Familie am Laufen hält und nebenbei noch als Muse dient. Auf den ersten oberflächlichen Blick hin könnte man Nicolas Bedos’ literarische Liebesgeschichte Die Poesie der Liebe durchaus als schmissige Illustration des eingangs genannten Bonmots betrachten, doch der Film ist dann doch um einiges trick- und wendungsreicher und erzählt nebenbei eine der schönsten und amüsantesten Romanzen des zu Ende gehenden Kinojahres.
Joachim Kurz - kino-zeit.de

Der Trick ist nicht gerade frisch: Ein Film fängt mit dem Ende an, kehrt dann zum Anfang zurück, um anschließend den Weg dazwischen zu erzählen. Die Erwartungen an Die Poesie der Liebe sind schnell gefasst: typisches, nettes Arthouse-Kino, gut besetzt, schön ausgestattet, ein bisschen nostalgisch-sepia verfärbt und etwas bieder. Und zum Teil erfüllt der Film diese Erwartungen auch. Zum Teil aber auch nicht. „Die schönste Liebesgeschichte des Jahr“ schrieb das altehrwürdige Branchenblatt Variety und traf damit eine Aussage, die man gleichzeitig doppelt und dreifach unterstreichen möchte und die doch nicht wirklich passt.
[...]Doch obwohl es schwere Geschütze sind, die hier aufgefahren werden – Die Poesie der Liebe ist an manchen Stellen so verspielt politisch unkorrekt, wie es derzeit nur die Franzosen hinbekommen –, der Film selbst ist keine schwere Kost. Im Gegenteil: Selten dürfte eine große Liebe mit derart viel Lachern verbunden sein, mit einer Leichtigkeit und einem Humor, wie man sie in Romanzen nur selten vorfindet. Charmant und bösartig in einem, ein Tanz über den Wolken, bei dem man bei jedem Schritt darauf wartet, dass der eine dem anderen ein Bein stellt. Denn stolpern tun sie übereinander, unentwegt, lieben sich mehr als das Leben und wissen doch oft nichts miteinander anzufangen.
Oliver Armknecht - film-rezensionen.de

Trailer

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