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Shoplifters
Japan 2018, 121 min
• Mitwirkende
Osamu Shibata: Lily Franky
Nobuyo Shibata: Sakura Andô
Hatsue Shibata: Kirin Kiki
Yuri Hojo: Miyu Sasaki
• Crew
Regie: Hirokazu Kore-eda
Buch: Hirokazu Kore-eda
Musik: Haruomi Hosono
Kamera: Ryûto Kondô
Schnitt: Hirokazu Kore-eda

 

Shoplifters - Familienbande

Pressestimmen

Sie klauen alles – eines Tages auch ein kleines Mädchen. Es ergeht ihm aber sehr gut dabei. Hirokazu Kore-edas Film "Shoplifters" handelt vom Glück am asozialen Rand der japanischen Gesellschaft.
Shoplifters gewann in diesem Jahr die Goldene Palme des Filmfestivals in Cannes, und diese Juryentscheidung war die richtige. Der Film ist hinreißend. Kore-eda zeigt ein für westliche Augen ganz ungewohntes Japan, nämlich ganz unten in der sozialen Hierarchie, wo es nicht einmal mehr besonders exotisch zugeht. Trotzdem ist diese Geschichte voller Poesie. Konfliktlos geht es nicht zu, aber es gibt keinen Zorn, keine Anklage, kein Gerechtigkeitspathos. Es werden große Gefühle entfesselt, und doch bleibt das Ganze dezent. Es ist ein in jeder Hinsicht menschlicher Film, leicht und eindringlich und oft ausgesprochen lustig.
Thomas E. Schmidt - Die ZEIT

Kore-edas Thema ist die Familie. Diese ist aber nicht, wie bei so vielen anderen Filmemachern, aufgeladen mit Neurosen und Abgründen, sondern ein flexibler Verbund, ein Abenteuer, ein Feld für Entdeckungen. In "Our Little Sister" fanden drei Schwestern bei der Beerdigung ihres Vaters heraus, dass sie noch eine vierte Schwester haben. In "Shoplifters" funktioniert die Familie nicht nach biologischen Kriterien. Daher ist sie frei, ihre Mitglieder zu wählen. Damit beginnt der Film dann auch, denn auf einmal befindet sich in dem Verschlag, den man sich als Zuhause erkoren hat, ein wortkarges und verwahrlostes kleines Mädchen, das zuvor noch nicht da war. Sie beschließen, das Kind zu den Eltern zurückzubringen. Aber als sie sich ihrem Haus nähern, geraten sie ins Stocken. Ein Paar liefert sich dort einen wüsten Streit, Yuri ist offensichtlich ein ungeliebtes Kind. Da nimmt die Frau das Mädchen in den Arm, und sie machen kehrt. Sie werden sie bei sich aufnehmen und ihr zeigen, was Liebe ist.
Philipp Stadelmaier - Süddeutsche Zeitung

Der japanische Meisterregisseur Hirokazu Koreeda ("Nobody knows") hat sich immer wieder mit Familien, meist mit nicht funktionierenden befasst, sie sind der Rahmen seiner bewegenden Filme. In "Shoplifters" ist es eine bunte Gemeinschaft, eine große Familie, die auf engstem Raum in einem Häuschen lebt. Außenseiter, die nichts mit der Gesellschaft zu tun haben. Dabei auch die Großmutter - gespielt von der japanischen Legende Kirin Kiki. Von ihrer geringen Unterstützung lebt die Familie.
Knut Elstermann - MDR KULTUR

Trailer

Fotos






























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