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Tully
USA 2018, 95 min
• Mitwirkende
Marlo: Charlize Theron
Tully: Mackenzie Davis
Drew: Ron Livingston
Jonah: Asher Miles Fallica
Sarah: Lia Frankland
• Crew
Regie: Jason Reitman
Buch: Diablo Cody
Musik: Rob Simonsen
Kamera: Eric Steelberg
Schnitt: Stefan Grube

 

Tully

Pressestimmen

Spielzeuge, Essensreste, Wäschestücke sind wild über den Boden, den Tisch und das Sofa verteilt. Mittendrin ohnmächtig erschöpft eine Mutter, um die herum zwei kleine Kinder toben. Hier geht es mal nicht um perfekte Hollywood-Mamas, die superschlank, superschön und superelegant gekleidet, mit adrett herausgeputzten Kinderchen in makellosen Wohnungen lässig Arbeit und Familie, Mann und Kinder managen, immer gut gelaunt, einen Moment mütterlich zu den Kindern, im nächsten professionell zum Boss und den Kunden, und dann wieder sexy für den Mann. Diablo Cody als Drehbuchautorin, Charlize Theron als Darstellerin und Jason Reitman als Regisseur gehen die Sache jetzt sehr viel realistischer an.
Frauen in der Lebenskrise, das ist grob skizziert das Thema, das die drei im Fünfjahresrhythmus und in ansteigenden Altersstufen gemeinsam umkreisen, immer haarscharf am Fremdschämen vorbei, dann aber doch mit so viel Witz und Wärme, dass man sie einfach mögen muss. Nach »Juno« über eine Teenagerschwangerschaft und »Young Adult« über eine Enddreißigerin, die sich nach einer gescheiterten Beziehung penetrant an eine inzwischen verheiratete Jugendliebe mit neugeborenem Baby hängt, geht es jetzt um Mutterschaft: Und wie im letzten gemeinsamen Projekt des Trios beweisen sie auch hier wieder den Mut zum ungeschönten Realismus, der sich ganz hautnah aus eigenen Elternerfahrungen speist. Reitman hat eine Tochter, Theron ist alleinerziehende Mutter von zwei adoptierten Kindern und Cody hat ihre Erschöpfung nach dem dritten Kind mit einem Drehbuch wegtherapiert, in dem sie aus messerscharfen Selbstanalysen die für sie typischen, sarkastisch schlagfertigen Dialoge destillierte.
Anke Sterneborg - epd - Film

Charlize Theron hat mit dieser Entschlossenheit für ihre Hauptrolle in „Tully“ von Jason Reitman erst einmal 25 Kilo zugenommen. Einen Fatsuit können andere tragen, sie stellte sich lieber den Wecker auf drei Uhr morgens, um eine große Portion Maccharoni ’n’ Cheese zu verspeisen.
Tagsüber keine Mahlzeit mehr ohne Milchshake, und dass sie von den ungewohnten Mengen an Zucker und Fastfood Depressionen bekam, fand Theron ebenfalls hilfreich für die Vorbereitung auf ihre Rolle. Das ist nicht das Wichtigste an dem Film oder an ihrem Spiel darin, aber es zeigt ziemlich gut den Einsatz, den sie in ihrem Job immer wieder bringt und der vermutlich etwas damit zu tun hat, warum man ihr bei dem immer wieder so wahnsinnig gerne zusieht.
Julia Dettke - FAZ

Tully (Mackenzie Davis) is a night nanny hired by Marlo’s rich brother Craig (Mark Duplass); she’s a sprightly 20-something who arrives in the evening to watch over the baby so that Marlo can sleep. Beyond that, though, she’s a genuine breath of fresh air, a person unbound by all of the commitments—parenthood, matrimony, a dull career—that clearly weigh on Marlo. Tully is the title character of the film, and she’s the spark of energy that makes it go, but she’s also a puzzle the movie spends its whole running time trying to solve. The answer (which is provided in the movie’s closing minutes) may not work for everyone, though I’ll say this: It’s undeniably daring stuff.
Tully is endlessly open and nurturing without seeming possessive, helpful without seeming controlling. She’s the kind of person who walks into your home and immediately opens the fridge to poke around for snacks, and she’s always ready with some specific strange factoid or oddball news story. She should be annoying, but somehow isn’t, instead coming off as a Millennial Mary Poppins who always has the right answer but never brags about it. She is, essentially, Cody’s idea of a perfect caregiver, a sort of mystical mental-health nymph summoned from another dimension to guide Marlo through her baby’s infancy.
David Sims - The Atlantic

Trailer

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