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Vice - Der zweite Mann
USA 2019, 134 min
• Mitwirkende
Dick Cheney: Christian Bale
Lynne Cheney: Amy Adams
Donald Rumsfeld: Steve Carell
George W. Bush: Sam Rockwell
• Crew
Regie: Adam McKay
Buch: Adam McKay
Musik: Nicholas Britell
Kamera: Greig Fraser
Schnitt: Hank Corwin

 

Vice - Der zweite Mann

Pressestimmen

Irgendwann, nach seiner Zeit im Repräsentantenhaus, den Jahren als Verteidigungsminister, an der Spitze des Multinationals Halliburton und den zwei Amtszeiten als Vizepräsident, hat Dick Cheney nur noch einen mächtigen Gegner: Kopenhagener.
Immer wieder greift der übergewichtige Politiker zu den zuckrigen Teilchen, und immer öfter werden sie ihm zum Verhängnis. Fünf Herzinfarkte, davon den ersten schon mit 37 Jahren, erleidet Cheney. "Einer ist sogar nicht im Film, weil er schon so viele gehabt hat", sagt Regisseur und Autor Adam McKay. Es ist das wohl Gnädigste an seinem Film "Vice", der seiner Hauptfigur ansonsten keine Schmach und Schwäche erspart. "Vice" heißt schließlich nicht nur Vize, sondern auch Laster auf Englisch.
Hannah Pilarczyk - SPIEGELOnline

Wie auch in The Big Short geht es McKay in Vice darum, zu beschreiben, wie mangelnde Wachsamkeit Ungeheuer gebiert. Der Film will Cheneys aufhaltsamen Aufstieg "so wahr wie möglich" nacherzählen, was in Anbetracht dessen berüchtigter Geheimniskrämerei nicht ganz einfach ist – eine Tatsache, der der Film in seiner zerklüfteten Struktur und seiner formalen Kühnheit Rechnung trägt. Klar, Cheneys Klassiker dürfen nicht fehlen: die Lügen vor der UN (wo McKay einen von Tyler Perry gespielten Colin Powell und den historischen Joschka Fischer in dieselbe Szene montiert), Abu Ghraib, die Machenschaften seines Stabschefs Lewis "Scooter" Libby, die Affäre um die enttarnte CIA-Agentin Valerie Plame. McKay klappert geduldig viele der unglaublicheren Anekdoten ab, von denen jeder Zuschauer garantiert einige schon wieder vergessen hat – der Rezensent etwa hatte verdrängt, dass Cheney bei einem Jagdausflug einem Mann ins Gesicht geschossen hatte.
Adrian Daub - Die ZEIT

„Vice“ zeichnet den Werdegang Cheneys von einem saufenden Niemand in Colorado zu einem der mächtigsten Männer der USA nach. In einem Interview mit dem kalifornischen Radiosender KCRW hat McKay die Rolle von Cheneys Frau, Lynne Cheney, als treibende Kraft hinter dieser Karriere betont: „Egal wen Lynne geheiratet hätte, er wäre Präsident geworden.“ Eine Deutung, die er immer wieder in den Aufstieg Cheneys vom Assistenten Donald Rumsfelds während dessen Zeit in der Regierung von Richard Nixon über Cheneys Zeit als Verteidigungsminister unter George H. W. Bush bis zur Vizepräsidentschaft unter Bushs Sohn einwebt.
Wie der Kommentar sagt: „Cheney war immer ein mäßiger Student und durchschnittlicher Sportler, aber er hat seine Berufung gefunden als ergebener Diener der Macht.“ Cheneys machiavellistisches Gespür sollte aus ihm weit mehr machen als einen Diener der Macht.
Fabian Tietke - taz.de

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