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Die Wiese - Ein Paradies nebenan
Deutschland 2019, 90 min
• Mitwirkende
• Crew
Regie: Jan Haft
Buch: Jan Haft
Musik: Dominik Eulberg & Sebastian Schmidt
Kamera: Kai Ziesenhenne &Jan Haft
Schnitt: Sebastian Winkler

 

Die Wiese - Ein Paradies nebenan

Pressestimmen

Ein Paradies »von nebenan« nennt der Autor die Wiese und verweist auf etwas, das scheinbar alltäglich, normal, also gleich nebenan zu finden ist. Aber die sakrale Musik der einführenden Szenen verrät es: Das Biotop Wiese ist mehr – ein Stück Schöpfung, die der Mensch sogar mitgestaltet hat. Und jetzt ist er dabei, es immer rascher zu vernichten. Die Fakten sind bekannt, das Artensterben nimmt auf dramatische Weise zu. Jan Haft, Deutschlands derzeit erfolgreichster Naturfilmer, zeigt uns, was wir verlieren.
Die Idee ist eigentlich gar nicht neu. »Mikrokosmos – Das Volk der Gräser« lief schon 1996 in den Kinos und hat uns die Augen geöffnet für eine scheinbar vertraute Welt. Auch die ersten Warnungen vor dem zunehmenden Verlust der biologischen Vielfalt ertönten schon vor Jahrzehnten – und doch werden immer raffiniertere Gifte gesprüht, wird viel zu viel Jauche aus industrialisierter Viehwirtschaft über die Wiesen entsorgt. Und mit immer größeren Maschinen ackert man – manchmal sogar im Namen des Klimaschutzes – Wiese für Wiese um, pflastert unsere einstige Kulturlandschaft mit Maisöden zu, lässt Wildpflanzen, Insekten und Vögel verschwinden.
Udo A. Zimmermann - epd-film.de

Dem Umbruch von Grünland hat die Landwirtschaftspolitik mittlerweile enge Grenzen gesetzt. Daher ist das Problem heute weniger der quantitative Verlust von Grünland, sondern die – aus Sicht der Wildtiere – qualitative Verschlechterung. Denn die verbleibenden Wiesen wurden größtenteils in Hochertragsgrünland umgewandelt. Solche Grasäcker werden bis zu fünfmal pro Jahr gemäht. Die Nester am Boden brütender Vögel kommen dabei unter die Räder ebenso wie Amphibien und Reptilien. Häufig wird auch der Nachwuchs von Säugetieren wie Feldhase und Reh beim Mähen getötet.
Durch zu reichliche Düngung wächst das Futtergras üppig und dicht. Dies schafft ein feuchtkaltes Bodenklima, in dem kaum Insekten überleben können. Denn sie brauchen Wärme und Trockenheit. Auch die meisten Wildpflanzen können auf „Grasäckern“ nicht existieren. Eine Ausnahme bildet der Löwenzahn, der bei Überdüngung gut gedeiht.
Deutsche Wildtier Stiftung

Wer bestäubt was, wer frisst wen, und wie sind die Zusammenhänge? Die Dokumentation von Jan Haft zeigt Pflanzen, Insekten und Tiere zwischen Waldrand und Feld. Um das Artenleben wie das Artensterben dort jedem verständlich zu machen, dreht er eine eindrucksvolle Bilderschau, er zeigt vieles ganz nah, vieles in Zeitlupe oder Zeitraffer. Man schaut danach sofort aufmerksamer in die Umgebung - und hört der aktuellen Naturschutz-Debatte besser zu
Doris Kuhn - Süddeutsche Zeitung

Trailer

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