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Little Women
USA 2019, 134 min
-• Mitwirkende
Jo March: Saoirse Ronan
Meg March: Emma Watson
Marmee March : Laura Dern
Laurie: Timothée Chalamet
Aunt March: Meryl Streep
• Crew
Regie: Greta Gerwig
Buch: Greta Gerwig
nach dem Roman von Louisa May Alcott
Musik: Alexandre Desplat
Kamera: Yorick Le Saux
Schnitt: Nick Houy

 

Little Women

Pressestimmen

Voller Körpereinsatz wirft sich das Star-Ensemble ins Drama um den Tod der Kindheit und die Suche nach Wegen ins Leben als Frau. Gerwig fächert Möglichkeiten auf, diskreditiert Meg nicht als Hausmütterchen und lässt Amy Gerechtigkeit widerfahren, indem sie sie als rational, nicht nur selbstsüchtig zeichnet. Und Saoirse Ronan trifft mit schlafwandlerischer Sicherheit immer wieder die emotionalen Kipppunkte einer Figur, die sich mit „Lady Bird“ sicher bestens verstünde.
Mit Gardinenpredigten hält Gerwig sich als Drehbuchautorin zurück. Dennoch: Diese Marchs sind fast unerträglich gut, eine makellose, liberale, wohltätige, im besten Sinne patriotische amerikanische Musterfamilie. Innige Wärme und Zuversicht wie die vorige, von Gillian Armstrong inszenierte Generation der „Little Women“ in einer Zeit ausstrahlte, in der „Girl Power“ feministischen Optimismus verbreitete und die Geschichte ansonsten angeblich zu Ende war, sind der neuen Version nicht zu eigen. Wenn Laura Dern als Marmee sagt, sie schäme sich manchmal für ihr Land, könnte sie auch Trump, Weinstein oder den Klimawandel meinen. Und wenn am Ende die Schule, die Jo gründet, als koedukativer Tummelplatz für Kinder aller Hautfarben gezeigt wird, geht das über die Visionen in Louisa May Alcotts Büchern hinaus. Warum auch nicht, hier zählt die Inspiration, nicht der historische Horizont. Mit ihrer klug distanzierten und fabelhaft inszenierten Aneignung, die auf sechs Oscars hoffen darf, erschließt Greta Gerwig „Little Women“ einer neuen Generation. Doch wenn am Ende andeutungsweise die Schriftstellerin hinter ihrer Romanfigur Jo zum Vorschein kommt, drängt sich die Frage auf: Wäre ein Biopic über sie nicht noch interessanter gewesen?
Ursula Scheer- FAZ

Sie rennt durch die Straßen New Yorks. Nicht weil sie einen Termin hat, zu dem sie unbedingt pünktlich sein muss. Sondern weil sie endlich eine Perspektive im Leben hat. Eine, die alle ihre Energien freisetzt und deretwegen sie einfach rennen muss.
Greta Gerwig hat mit dieser Szene Herzen erobert. Als Hauptdarstellerin in der Zeitgeist-Komödie "Frances Ha" rannte sie 2012 so durch die Straßen Manhattans und gab dem Gefühl, endlich im eigenen Leben angekommen zu sein, unwiderstehlich Ausdruck. Jetzt erobert sie mit dieser Szene ein zweites Mal Herzen, denn als Regisseurin lässt sie eine der beliebtesten Figuren der amerikanischen Literatur genauso durch die Straßen New Yorks fegen: Jo March, die Heldin aus Louisa May Alcotts Coming-of-Age-Klassiker "Little Women" von 1868.
Hannah Pilarczyk - Der SPIEGEL

Originaltrailer

Fotos






























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