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A Star Is Born

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Der Plot mag noch so vorhersehbar sein. Bradley Cooper hat als Regisseur und männlicher Hauptdarsteller großes Kino daraus gemacht: Sein Film ist elektrisch.
Es ist nicht leicht einzufangen, was sich entlädt, wenn zwei Menschen, die sich einig sind, zusammen Musik machen. Und noch schwieriger ist es, das als Schauspieler vorzutäuschen. Telepathische Funken, blindes Verständnis, das Gefühl instantaner Geborgenheit, die Angst, dass beim nächsten Harmoniewechsel alles vorbei sein könnte, Takte flüchtigen Glücks. Ganz offensichtlich mussten Cooper und Lady Gaga diese Elektrizität nicht künstlich herstellen, sie war einfach da. Und sie ließ sich auf der Leinwand ohne Weiteres umwandeln in das Knistern zwischen zwei Verliebten. Ein Vergnügen, dabei zuzusehen. Sofort würde man mit ihnen eine Woche im Tourbus verbringen.

Die ZEIT



Dogman

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Nachdem er in „Das Märchen der Märchen“ für einen Film in ganz andere Welten abgetaucht war, kehrt der italienische Regisseur Matteo Garrone mit seinem Cannes-Wettbewerbsbeitrag „Dogman“ in bekannte Gefilde zurück: Den italienischen Süden, wo Armut und die Mafia herrschen und sein Held, ein Hundefrisör, sich standhaft aber vergeblich bemüht, den Fängen der Unterwelt zu entkommen. Ein harsches Drama, dicht und stark gespielt.ten.

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Gegen den Strom

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Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie - Benedikt Erlingssons Film über eine Umweltaktivistin auf dem Kriegspfad ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthousekino! Nach „Von Menschen und Pferden“ bleibt der Filmemacher seinem Konzept treu. Er zeigt die ursprüngliche isländische Natur in wunderbaren Bildern, dazu außergewöhnliche Menschen in surrealen Situationen. Diesmal ist die Geschichte weniger rustikal, dank einer brillanten Hauptdarstellerin sogar von beinahe poetischer Eleganz und trotzdem sehr komisch, inklusive einiger irrwitziger Verweise auf die Filmgeschichte.
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Isle of Dogs

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Und dann gibt es eben sehr viele Details, die einen gleich in Andersons Welt hineinziehen. "Isle of Dogs" ist ein Animationsfilm, aber nicht nur das. Er vertraut, wie schon das Vorgängerwerk "Der fantastische Mr. Fox", auf eine der ältesten und aufwendigsten Trickfilmtechniken, das Stop-Motion-Verfahren. Dabei werden liebevoll gebastelte Figuren durch liebevoll gebastelte Sets bewegt, Einzelbild für Einzelbild, Millimeter für Millimeter. Und tatsächlich wird nirgendwo so liebevoll gebastelt wie bei Anderson. Ihm ist die ganze Welt eine Puppenstube: die Polizeistaatsfantasie der japanischen Zukunftsmetropole Megasaki genauso wie die Müllinsel der verbannten Hunde, eine Art Wüstenplanet aus aufgelassenen Rost-Raffinerien und Zivilisationsschrottgebirgen.

Süddeutsche Zeitung



Leto

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Der Name Viktor Tsoi dürfte den meisten deutschen ebenso wenig bekannt sein, wie die Musikszene Leningrads in den 80er Jahren. Was diese Zeit, diese Personen für die damals jungen Sowjetbürger bedeutete, kann man also nur erahnen, zumal sie Kiril Serebrennikov in seinem Film „Leto“ nicht in Worten erklärt. Doch die Bilder und Emotionen, mit denen er diese Zeit evoziert, könnten lebendiger und leidenschaftlicher nicht sein und machen dieses melancholische, mitreißende Künstlerporträt so bemerkenswert.
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Poesie der Liebe

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Nicolas Bedos, der sich in Theater, Fernsehen und als Buchautor einen Namen gemacht hat, gibt in seinem Regiedebüt ohne Scheu einen eitlen Narziss. Für seine Partnerin auch im wahren Leben, Doria Tillier, die ihre Karriere als Wetterfee begann, dürfte der Part der aparten und redegewandten Muse ihren Durchbruch bedeuten.
Wie das Filmemacherduo Agnès Jaoui und Jean-Pierre Bacri werfen sich die beiden verbal die Bälle zu. Manche unnötigen Szenen, darunter der Schluss-Twist, werden aufgewogen durch Witze, deren Boshaftigkeit und Klarsicht einem den Glauben an die französische Komödie zurückgeben. Da wird etwa, haarscharf am Rand der Tragödie, gezeigt, mit welcher Skrupellosigkeit Autoren für eine gute Geschichte ihre Umgebung bloßstellen; wie sehr Literaten auch Hochstapler sind, die das Leid anderer ausbeuten. In diesen burlesk angerichteten Momenten beweist die Komödie einen ­Tiefgang, der manch bemühtes Drama in den Schatten stellt.
epd-Film



The Killing of a Sacred Deer

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Ein 16-jähriger Junge drängt sich in das Leben eines erfolgreichen Chirurgen und belegt seine Familie mit einem Fluch. Plötzlich ist der kleine Sohn des Arztes gelähmt. Doch damit fängt der Horror erst an. Beklemmendes, packendes und irritierendes Drama um Schuld und Sühne, das den Mythos der Iphigenie auf die Moderne überträgt. Regie führte der griechische Ausnahme-Regisseur Yorgos Lanthimos.
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The Man who killed Don Quixote

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Nach mehreren Jahrzehnten Genese hat es Terry Gilliam endlich geschafft sein Herzensprojekt „The Man who killed Don Quixote“ zu realisieren, der als Abschlussfilm des diesjährigen Festivals in Cannes lief. Das Ergebnis ist durch und durch Gilliam, also überbordend, oft hysterisch, bisweilen konfus, oft phantasievoll, ein Film aus einem anderen Jahrhundert, im guten wie im schlechten.

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