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Dabei gelingt Goller, der sein besonderes Faible für lebenstherapeutische Reisen zu zweit zuletzt in »Simpel« zelebriert hat, eine schöne Mischung aus nachdenklicher Tiefgründigkeit und luftig beschwingter Leichtigkeit. Die Chemie zwischen Lars Eidinger und Bjarne Mädel funktioniert so gut, dass man sich fragt, warum nicht schon längst mal jemand auf die Idee gekommen ist, die beiden zusammenzubringen. Die schwarzen Anzüge und weißen Hemden, die sie von der Beerdigung ihres Vaters durch den ganzen Film tragen, werden im Verlauf des Films immer lockerer, zerknitterter und dreckiger. Sie versinnbildlichen die ­allmähliche Ablösung von den Zwängen ihres Lebens. Und wenn sich Christian seine im Wind flatternde Krawatte wie einen Indianerkopfputz um den Kopf schlingt, sieht das schon nach ganz großer Freiheit aus.
epd-film.de



Dogman

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Nachdem er in „Das Märchen der Märchen“ für einen Film in ganz andere Welten abgetaucht war, kehrt der italienische Regisseur Matteo Garrone mit seinem Cannes-Wettbewerbsbeitrag „Dogman“ in bekannte Gefilde zurück: Den italienischen Süden, wo Armut und die Mafia herrschen und sein Held, ein Hundefrisör, sich standhaft aber vergeblich bemüht, den Fängen der Unterwelt zu entkommen. Ein harsches Drama, dicht und stark gespielt.ten.

programmkino.de



Gegen den Strom

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Ökothriller, Abenteuerfilm, Märchen und Komödie - Benedikt Erlingssons Film über eine Umweltaktivistin auf dem Kriegspfad ist all das und noch mehr: großes, originelles Arthousekino! Nach „Von Menschen und Pferden“ bleibt der Filmemacher seinem Konzept treu. Er zeigt die ursprüngliche isländische Natur in wunderbaren Bildern, dazu außergewöhnliche Menschen in surrealen Situationen. Diesmal ist die Geschichte weniger rustikal, dank einer brillanten Hauptdarstellerin sogar von beinahe poetischer Eleganz und trotzdem sehr komisch, inklusive einiger irrwitziger Verweise auf die Filmgeschichte.
programmkino.de



Isle of Dogs

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Und dann gibt es eben sehr viele Details, die einen gleich in Andersons Welt hineinziehen. "Isle of Dogs" ist ein Animationsfilm, aber nicht nur das. Er vertraut, wie schon das Vorgängerwerk "Der fantastische Mr. Fox", auf eine der ältesten und aufwendigsten Trickfilmtechniken, das Stop-Motion-Verfahren. Dabei werden liebevoll gebastelte Figuren durch liebevoll gebastelte Sets bewegt, Einzelbild für Einzelbild, Millimeter für Millimeter. Und tatsächlich wird nirgendwo so liebevoll gebastelt wie bei Anderson. Ihm ist die ganze Welt eine Puppenstube: die Polizeistaatsfantasie der japanischen Zukunftsmetropole Megasaki genauso wie die Müllinsel der verbannten Hunde, eine Art Wüstenplanet aus aufgelassenen Rost-Raffinerien und Zivilisationsschrottgebirgen.

Süddeutsche Zeitung



Leto

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Der Name Viktor Tsoi dürfte den meisten deutschen ebenso wenig bekannt sein, wie die Musikszene Leningrads in den 80er Jahren. Was diese Zeit, diese Personen für die damals jungen Sowjetbürger bedeutete, kann man also nur erahnen, zumal sie Kiril Serebrennikov in seinem Film „Leto“ nicht in Worten erklärt. Doch die Bilder und Emotionen, mit denen er diese Zeit evoziert, könnten lebendiger und leidenschaftlicher nicht sein und machen dieses melancholische, mitreißende Künstlerporträt so bemerkenswert.
programmkino.de



The Man who killed Don Quixote

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Nach mehreren Jahrzehnten Genese hat es Terry Gilliam endlich geschafft sein Herzensprojekt „The Man who killed Don Quixote“ zu realisieren, der als Abschlussfilm des diesjährigen Festivals in Cannes lief. Das Ergebnis ist durch und durch Gilliam, also überbordend, oft hysterisch, bisweilen konfus, oft phantasievoll, ein Film aus einem anderen Jahrhundert, im guten wie im schlechten.

programmkino.de




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