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Ein Gauner & Gentleman
The Old Man & The Gun
USA 2018
93 min
• Mitwirkende
Forrest Tucker: Robert Redford
John Hunt: Casey Affleck
Jewel: Sissy Spacek
Waller: Tom Waits
• Crew
Regie: David Lowery
Buch: David Grann
Musik: Daniel Hart
Kamera: Joe Anderson
Schnitt: Lisa Zeno Churgin

 

Ein Gauner & Gentleman

Pressestimmen

Wer Angst vorm Altern hat, wer sich vor Falten und Furchen fürchtet, sollte Roberts Redfords neusten und vielleicht letzten Film Ein Gauner & Gentleman sehen. Denn der Mann, der seit unbegreiflichen 49 Jahren vor der Kamera steht, strahlt eine Lässigkeit aus, eine Lebendigkeit und innere Ruhe, die nicht nur ansteckend wirkt, sondern geradezu Transzendenz ausstrahlt. Robert Redford sagte jüngst in einem Interview mit dem New Yorker: Die Vorteile des Alterns, besonders als Schauspieler, lägen darin, dass sich die Kinozuschauer nicht mehr auf die optische Präsenz konzentrierten, sondern auf das Wesentliche, den Kern, die Geschichte, das Schauspiel selbst.
Das ist wahr und unwahr zugleich. Denn natürlich starrt man von Anbeginn des Films auf Robert Redfords Gesicht, mustert seine Augen, Wangen und Falten und wundert sich, wie sich dieser Mann eine so authentische Frische erhalten konnte. Redford wirkt nicht wie ein 82-Jähriger. Eher wie ein Jugendlicher, der in einen älteren Körper gefallen ist. Und genau darum geht es ja in seinem vermeintlich letzten Film: um nie enden wollende Lebenslust, um eine unstillbare Leidenschaft für die Kunst.
Tomasz Kurianowicz - DIE ZEIT

Forrest Tucker ist charmant, liebenswürdig, Bankräuber zwar, aber einer, der möglichst wenig Schaden anrichtet: kleine Summen, keine Verletzten, nicht mal seelisch Verletzte. Er arbeitet mit zwei alten Freunden zusammen, Teddy (Danny Glover) und Waller (Tom Waits), eine Senioren-Gang, die Polizei macht sich lustig über sie, immerhin klauen die alten Knacker ja nur kleine Summen. Forrest ist der Frontmann, derjenige, der mit den Bankangestellten direkt zu tun hat, und deren Trauma hält sich bei so viel Charme in Grenzen.
Das geht alles natürlich nur, weil die Welt noch eine andere ist, keine Hightech-Anlagen, keine Security, kein Sicherheitsglas - der letzte Akt von Forrests Bankräuberkarriere findet in den Achtzigerjahren statt, er ist, erfahren wir später von einem amüsierten Polizeibeamten, siebzehn Mal aufgeflogen - und jedes Mal wieder aus dem Knast ausgebrochen. Das klingt unglaubwürdig? Kann sein. Aber es hat Forrest Tucker tatsächlich gegeben, David Lowerys Drehbuch basiert auf einer Reportage aus dem New Yorker über einen Mann, der von 1946 an für den Rest seines Lebens denselben Kreislauf immer wieder für sich suchte: Banken ausrauben, geschnappt werden, ausbrechen.
Susan Vahabzadeh - Süddeutsche Zeitung

Trailer

Fotos






























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