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Parasite
Südkorea 2019, 131 min
• Mitwirkende
Kim Ki-taek: Kang-ho Song
Park Dong-ik: Sun-kyun Lee
Park Yeon-kyo: Yeo-jeong Jo
Kim Ki-woo: Woo-sik Choi
• Crew
Regie: Bong Joon Ho
Buch: Bong Joon Ho & Jin Won Han
Musik: Jaeil Jung
Kamera: Kyung-pyo Hong
Schnitt: Jinmo Yang

 

Parasite

Pressestimmen

"Parasite", der neue Film des Südkoreaners Bong Joon Ho, entfaltet die Choreografie des misslingenden Aufstiegs.
Dabei sind die Armen aus dem Souterrain, ist die Familie Kim die treibende Kraft. Die vier, Eltern und junge Erwachsene, sind allesamt arbeitslos. Doch sie haben sich nicht aufgegeben; sie suchen Anschluss, buchstäblich. In das schnellste Netz der Welt – Südkorea führt offiziell die Hitliste an – klinken sich die Jugendlichen ein, indem sie in drangvoller Enge neben der Toilette kauernd ein freies WLAN-Signal aus der Nachbarschaft anzapfen. Sie brauchen eine Anleitung für einen ihrer Gelegenheitsjobs: das Falten von Pizzakartons. Eine Chance zum Aufstieg scheint sich zu bieten, als der junge Ki Woo in Vertretung eines Freundes von den wohlhabenden Parks als Nachhilfelehrer für die Tochter eingestellt wird. Ki Woo macht sich daran, seine Angehörigen in den Haushalt einzuschleusen. Der Haken: Die Parks haben bereits Personal. Chauffeur und Haushälterin müssen ausgebootet werden; dabei dürfen die Arbeitgeber nicht merken, dass sie manipuliert werden.
Sabine Horst - ZEIT ONLINE

Ein Leben, das aus Füßen besteht, eine Familie, die eine andere befällt, und überall bildhafte Bedeutung: Der Cannes-Gewinner „Parasite“ steckt voller revolutionärer Energie.
Im Mai dieses Jahres hatte „Parasite“ bei den Filmfestspielen in Cannes Premiere und wurde mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet. Der Regisseur Bong Joon-ho ist im Weltkino kein Unbekannter. Der Monsterfilm „The Host“ war 2006 ein Riesenhit, und die Comic-Adaption „Snowpiercer“ war 2013 nicht nur ein großartiger Thriller in einem fahrenden Zug, sondern auch eine der besten Groß-Allegorien auf eine ökologisch und sozial zerklüftete Welt.
Auch mit „Parasite“ geht es ihm um ein Bild von gesellschaftlichen Verhältnissen, ein Bild jedoch, das schon durch den Filmtitel kompliziert wird. Denn „Parasite“ ist eine biologische Metapher, ein Krankheitsbild, das sich verführerisch einfach auf die Geschichte übertragen lässt: Die Familie Park wird von der Familie Kim befallen, sie ist der Wirt, auf dem sich Erreger ausbreiten. Doch bald wird klar, dass das nur ein Aspekt ist und dass Bong Joon-ho große Lust hat, sein anfänglich so übersichtliches Schema richtig durcheinanderzubringen. So wird auch zunehmend fragwürdiger, wer hier Wirt ist und wer Parasit. Und zunehmend deutlicher rückt das Haus selbst, die Szene der Gegensätzlichkeiten, in den Mittelpunkt.
Bert Rebhandl- FAZ

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