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Porträt einer jungen Frau in Flammen
Portrait de la jeune fille en feu
Frankreich 2019, 120 min
• Mitwirkende
Marianne: Noémie Merlant
Héloïse: Adèle Haenel
Sophie: Luàna Bajrami
La Comtesse: Valeria Golino
• Crew
Regie: Céline Sciamma
Buch: Céline Sciamma
Musik: Jean-Baptiste de Laubier & Arthur Simonini
Kamera: Claire Mathon
Schnitt: Julien Lacheray

 

Porträt einer jungen Frau in Flammen

Pressestimmen

Spiel der Blicke, die nicht töten: Céline Sciammas „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ zeigt eine Malerin und ihr Modell im 18. Jahrhundert. Ein Kostümfilm wie kein anderer, ein ganz neuer Film über die Kunst.
Was ist anders an einem Film, den eine Frau gedreht hat? Nicht bei jedem Film einer Regisseurin stellt sich diese Frage, aber im Fall von „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ von Céline Sciamma ist sie unausweichlich. Weil in jedem Bild, in jedem Augenblick der Stille, jedem gesprochenen Satz, jedem Blick eine Aufmerksamkeit liegt, die weiblich ist insofern, als sie in Filmen von Männern nicht zu finden ist. Ein Abtasten von Körpern mit der Kamera, das keine Spur von Voyeurismus zeigt. Eine Hingabe von Liebenden jenseits von Macht. Eine Erzählhaltung, die auf den Pfeilern der genauen Wahrnehmung davon steht, in welcher natürlichen Position Frauen sich zur Welt befinden – in der Position der Kämpfenden nämlich, notgedrungen und täglich. Sie kämpfen darum, trotz schwerer Kleider über unförmigen Unterröcken loszurennen. Darum, zu entscheiden, wie die eigene Zukunft aussieht. Um Anerkennung in ihrem Handwerk, ihrer Kunst. Ums Subjektsein also. Möglicherweise gewinnen sie den Kampf, auch wenn es nicht so aussieht, weil sie sich den Konventionen ihrer Zeit am Ende beugen müssen.
Verena Lueken - FAZ

Betörend schön: Céline Sciammas Film "Porträt einer jungen Frau in Flammen" erzählt die erotisch aufgeladene Entstehung eines Gemäldes.
Im Versuchslabor der Liebe und der Kunst aber ist sie bereits erglüht. Ihr Funke fliegt schon durch die Luft. Mühelos ließe sich Porträt einer jungen Frau in Flammen als Phänomenologie des Feuers beschreiben. Es brennt als Kerzenlicht, als Scheiterhaufen eines nächtlichen Walpurgisnacht-Rituals, bei dem der Saum des grünen Kleides in Flammen aufgeht. Und auch wenn die zahlreichen Kaminfeuer nicht im Bild sind, ist das Knistern und Knacken ihrer lodernden Holzscheite auf der Tonspur zu hören. Die Malerin Marianne (Noémie Merlant) hat in jeder Situation Zündhölzer griffbereit. Zum einen, weil sie verwegen genug ist, Pfeife zu rauchen. Zum anderen, weil sie im symbolischen Sinn die Flamme des Aufbegehrens auf die Insel trägt, als Namensschwester der französischen Nationalfigur.
Ursula März - DIE ZEIT

Trailer

Fotos






























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