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Die zehnte Staffel

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MI 25. April 2018
18:00 & 20:30 Uhr
Der Wein und der Wind

Cédric Klapisch
Frankreich 2017, 113 min

 

Es ist Spätsommer im Burgund und die Weinernte steht bevor. Der dreißigjährige Jean (Pio Marmaï) kehrt nach vielen Jahren der Funkstille auf das idyllische Familienweingut zurück. Sein Vater liegt im Sterben und seine Geschwister Juliette (Ana Girardot) und Jérémie (François Civil), die das Gut in der Zwischenzeit aufrechterhalten haben, können jede Unterstützung gebrauchen. So wie sich jedes Erntejahr nach den Jahreszeiten richtet, erkennen die Geschwister, dass manch offene Wunden auch über die Jahre hinweg nicht heilen. Gemeinsam müssen sie entscheiden, ob die Familientradition weitergeführt werden soll oder jeder seinen eigenen Weg geht.

Mit dem Wandel der Jahreszeiten folgt Regisseur Cédric Klapisch („L´Auberge espagnole“-Trilogie, „So ist Paris“) dem Beziehungsgeflecht dreier ungleicher Geschwister.
Bewegendes, französisches Erzählkino über die Kunst, das persönliche Glück zu finden

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MI 2. Mai 2018
18:00 & 20:15 Uhr
Happy End

von Michael Haneke
FR, AT, DE 2017, 107 min

 

"Einmal steht Ève, die Enkelin, in der Tür und der Großvater bittet sie herein. Ève ist unschlüssig, schließlich nähert sie sich doch. Der Großvater erzählt ihr, dass er seine Frau erstickt hat, nachdem sie lange schwer krank war. Es ist die Geschichte aus „Amour“, es ist derselbe Schauspieler, Jean-Louis Trintignant. Michael Haneke wollte noch einen Film mit ihm drehen, Trintignant ist jetzt 86. „Happy End“ lässt sich als Fortsetzung von „Amour“ sehen, fünf Jahre nach der Tragödie hat Haneke eine kühle Komödie gedreht. Nach dem Film über das Sterben und die Liebe einen Film über die Lieblosigkeit der Lebenden, in dem einem das Lachen vergeht."

Die vollständige Kritik von Christiane Peitz im Tagesspiegel lesen

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MI 9. Mai 2018
18:00 & 20:15 Uhr
Vorwärts Immer!

von Franziska Meletzky
Deutschland 2017, 100 min

 

„ Ost-Berlin, Oktober 1989. Während auf den Straßen der Protest gegen das Regime immer lauter wird, finden im Theater die Proben für ein neues Stück statt. Im Mittelpunkt Otto Wolf (Jörg Schüttauf), begnadeter Imitator des Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker, der Gang und Nuscheln des ungeliebten Führers perfekt imitieren kann. Ein Talent, das bald zu unerwartetem Nutzen kommen soll, denn Wolfs Tochter Anne (Josefine Preuß) hält sich an diesem Montag ausgerechnet in Leipzig auf. Nicht, um an der immer größer werdenden Montagsdemonstration teilzunehmen, sondern um mit der Hilfe des jungen Revoluzzers August (Jacob Matschenz) einen West-Pass zu bekommen. Denn Anne will rübermachen, will die DDR hinter sich lassen. Nicht zuletzt weil sie schwanger ist, ausgerechnet von Matti (Marc Benjamin), Sohn des staatstreuen Schauspielers Harry Stein (Devid Striesow), der Ottos größter Konkurrent ist."

"[...] Als Doppelgänger eines Diktators den Lauf der Geschichte ändern. Unweigerlich denkt man da an Chaplins „Der große Diktator“, der ebenso wie Lubitschs „Sein oder Nichtsein“ Vorbild für „Vorwärts Immer!“ gewesen ist, zwei große Klassiker also, die mit den Mitteln der Komödie über Diktaturen erzählen. "

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MI 16. Mai 2018
18:00 (OmU) ⇒ FLVEG English Filmclub
20:15 Uhr in deutscher Fassung
Verleugnung - Denial

von Mick Jackson
England, USA 2016, 109 min

 

"Die Holocaust-Lüge vor Gericht: Der Film "Verleugnung" erzählt die wahre Geschichte eines weltbewegenden Prozesses... schon jetzt einer der wichtigsten Filme des Jahres."
ARD titel thesen temperamente

"Anno 1996 strengte der britische Holocaustleugner David Irving einen im Jahr 2000 geführten Prozess gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt an. Vor dem Königlichen Zivilgericht in London standen Lipstadt und ihr Team aus renommierten Anwälten vor der absurden Aufgabe, Beweise für den Genozid an den Juden zu erbringen - das britische Rechtssystem kennt nämlich anders als das amerikanische keine Unschuldsvermutung des Angeklagten. Den Prozessverlauf und die pragmatische Taktik der Verteidigung beleuchten der Regisseur Mick Jackson und der Autor David Hare im faktentreuen Justizdrama „Verleugnung“, das auf Lipstadts Buch „History on Trial: My Day in Court with a Holocaust Denier“ basiert. Im Zentrum stehen klar gezeichnete Konflikte und eine interessante Frage: Was ist und wer bestimmt die historische Wahrheit?"

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MI 6. Juni 2018
18:00 & 20:30
Körper und Seele

von Ildikó Enyedi
Ungarn 2017, 116 min

 

"Was für eine Liebesgeschichte – verhalten und doch romantisch, langsam und doch packend, märchenhaft und doch realistisch. Und das an einem Ort, wo Liebe gar nicht möglich scheint: in einem Schlachthof, diesem archaischen, blutgetränkten Ort, in dem es so pragmatisch zugeht und gewissenhaft die Vorschriften beachtet werden. Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi („Mein 20. Jahrhundert“) zeigt darum zunächst, was das bedeutet: Rinder werden in einem Eisengitter festgezurrt, getötet, ausgeblutet, gehäutet, zerschnitten. [...]"

"Die eigentliche Handlung kommt in Gang, als Maria (Alexandra Borbély), die neue Qualitätskontrolleurin, ihre Arbeit im Schlachthof antritt. Eine eigentümliche Frau, das sieht Endre (Géza Morcsányi), Leiter des Schlachthofes, sofort: Steif, fast roboterhaft, mit unbewegtem Blick sucht sie einen unbesetzten Tisch in der Kantine, spricht mit niemandem, meidet jeden Kontakt mit den Kollegen, bleibt unzugänglich und kühl. Und doch ist sie von einer elfenhaften Schönheit, die Endre nicht verborgen bleibt. Dann kommt durch einen Zufall – nach einem Diebstahl befragt eine Psychologin mehrere Mitarbeiter – heraus, dass Endre und Maria in der Nacht zuvor dasselbe geträumt haben, einen Traum, den der Zuschauer bereits kennt: Ein Hirsch trifft in einem verschneiten Wald eine Hirschkuh. [...]"

Die Kritiken von Michael Ranze auf programmkino.de lesen

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Mittwoch 13. Juni 2018
18:00 & 20:00
Loving Vincent

von Dorota Kobiela & Hugh Welchman
Polen, UK 2017, 94 min

 

"Mit Sicherheit eines der ungewöhnlichsten Biopics der letzten Jahre … und eines der stilvollsten: Vincent van Gogh in seinen eigenen Bildern, zum Leben erweckt von mehr als 200 Malern in einem höchst ambitionierten Filmprojekt, das neben wunderschön anzusehender Kunst eine richtig spannende Krimihandlung bietet. Dabei geht es um van Goghs Tod und seinen letzten Brief, über den ein junger Franzose Nachforschungen anstellt. Anspruchsvoll, interessant und schön anzusehen - mehr kann man wirklich nicht von einem Arthousefilm erwarten, oder? Ach ja, eines noch: Dieser Film macht richtig Spaß!"

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MI 20. Juni 2018
18:00 (OmU) ⇒ FLVEG Filmclub
20:30 Uhr in deutscher Fassung
Prestige - Die Meister der Magie

von Christopher Nolan
USA, UK 2006, 130 min

 

"Vielleicht sind Filmregisseure die Magier unserer Zeit. Christopher Nolans historischer Thriller, der von einem Wettstreit zweier rivalisierender Illusionisten erzählt, legt jedenfalls eine solche Analogie nahe. Nach seinen von Kritik wie Publikum gefeierten Arbeiten Memento und Batman Begins, gelingt ihm mit Prestige – Die Meister der Magie ein weiteres Meisterstück. Beängstigend, mit welcher Leichtigkeit und Raffinesse Nolan sein Publikum immer wieder in die Irre führt. Die Tagline „Are You Watching Closely?“ weist den Weg."

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Mittwoch 27. Juni 2018
18:00 & 20:15
Aus dem Nichts

von Fatih Akin
Deutschland 2017, 106 min

 

Aus dem Nichts

So gerne sich das deutsche Kino mit der Vergangenheit beschäftigt, kaum ein Aspekt des Dritten Reichs und inzwischen auch der DDR-Geschichte nicht filmisch behandelt wurde, so rar sind Darstellungen der politischen Gegenwart. Allein schon das Fatih Akin für seinen neuen Film „Aus dem Nichts“ als Ausgangspunkt den NSU-Anschlag in der Kölner Keupstraße nimmt, macht seinen Film, der zum Teil von unübersehbarer Wut geprägt ist, bemerkenswert. Für ihre überragende Darstellung der Frau, deren Angehörige Opfer eines Anschlages werden, erhielt Diane Kruger die Goldene Palme der Filmfestspiele 2017 als Beste Darstellerin.

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