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Unterfranken - Berlin
Lohrer Filmwochenende vom 21. bis 23. September 2018

Lohrs drei Tage des Films

Überall in Deutschland gibt es Filmfestivals, Filmtage, Filmwochenenden zuhauf – nur nicht in Lohr! Daran wollen wir etwas ändern. Der rege Zuspruch zum mittwochlichen StattKino hat uns darin bestärkt, ein eigenes kleines Filmwochenende aus dem Boden zu stampfen – und die vielen Zusagen von Filmemachern, die ihre Wurzeln in Unterfranken haben und solchen, die in Berlin leben und arbeiten, lässt auf ein spannendes und anregendes Wochenende hoffen.

Szene aus "Donkeyote". Das wunderbare Roadmovie, produziert von Sonja Henrici wird im Keller zu sehen sein.

Eigentlich kam uns das Konzept für das Filmwochenende im September ganz frisch und neu vor, doch vor schon fast 40 Jahren waren Filmschaffende in Lohr bei Vorführungen, Workshops und Trinkgelagen mit einem begeisterten Lohrer Publikum zusammengekommen. Völlig unbekannt sind Filmfeste in Lohr also nicht – man muss nur einige Jahrzehnte zurückdenken. Wie das damals so war, dazu haben wir ein paar Texte und Bilder gesammelt und auf der Geschichtsseite zusammengestellt.

Szene aus "Zwischen den Stühlen", eine Doku über das Leid der Referendare von Jakob Schmidt
Der Freitag schrieb: "Jakob Schmidts Abschlussfilm, der an der Potsdamer HFF Konrad Wolf betreut wurde, hat bereits einige Preise gewonnen und überzeugt durch seinen unaufgeregten Ton und seine ungeschminkten Nahaufnahmen der Ängste und Glücksmomente, Höhen und Tiefen seiner Protagonisten."

Anders als bei gängigen Filmfestivals wollten wir nicht den Weg einschlagen, uns zunächst hunderte Filme per Einreichung zusenden zu lassen, nur um dann eine Handvoll Filme auszuwählen und an die restlichen FilmemacherInnen Absagen zu schicken. Die Frage stellte sich, wie wir trotzdem interessante Filme und Filmschaffende in unser Städtchen locken können.

Dieu Hao Do am Set mit Darstellerin Kim Kkobby

Da kam uns der verrückte Gedanke, dass sich nicht die Filmhochschulen bzw. deren Studierende für das Festival, sondern wir uns bei Filmhochschulen als Ort der Präsentation und Auseinandersetzung „bewerben“. Die Teilnehmer bekommen einen Ausflug ins schöne Unterfranken und ein begeisterungsfähiges Publikum und wir die FilmemacherInnen von Morgen mit ihren Filmen und Ideen.

Süheyla Schwenk (rechts) beim Festival World Cinema Amsterdam

Und bis jetzt läuft es gut - Zehn FilmmacherInnen (siehe nebenstehende Liste mit Links zu Filmen und Vita) haben ihre Teilnahme zugesagt und freuen sich auf ein gemeinsames Wochenende mit unseren StattKino Fans. Durch die Zusammensetzung der Teilnehmer zeichnet sich schon jetzt eine weitere Besonderheit unseres Festivals ab: Neben den Regisseuren der Filme werden bei uns auch die DrehbuchautorInnen stark vertreten sein. Dies war uns besonders wichtig, denn der kreative Schaffensprozess zwischen RegisseurIn und AutorIn ist ein essenzieller Bestandteil des Filmschaffens, der allerdings häufig auf Festivals viel zu wenig beleuchtet wird. Und ganz aktuell wehren sich die DrehbuchautorInnen mit dem Manifest "Kontrakt 18". In einem Gespräch der Initiatoren mit der FAZ kann man das nachlesen.

Szene aus "Gewitterzellen" - Drehbuch Burkhardt Wunderlich, Regie Jakob Schmidt

Wer das StattKino kennt, weiß, dass uns neben aktuellen Filmen das kulturelle Filmerbe sehr am Herzen liegt. Entsprechend werden die FilmemacherInnen neben ihren eigenen Filmen (Kurz- und Langfilme) auch Filme anderer Regisseure zeigen, die ihnen persönlich wichtig sind oder sie in ihrem Schaffensprozess beeinflusst haben. Auch diese Filme werden im Rahmen des Filmwochenendes vorgeführt und von den FilmemacherInnen vorgestellt.

Und als weitere kleine Attraktionen werden die Filmemacher Filmprojekte pitchen. Da können wir uns mal wie Produzenten oder Fernsehredakteure fühlen, der Pitch ist nämlich eine kurze Vorstellung einer Filmidee mit dem Ziel, einen Partner für die Umsetzung zu finden.

Jetzt steht das komplette Programm und es verspricht ein spannendes Wochenende zu werden. Die Kurz- und Langfilme haben wir pro FilmemacherIn zu Vorstellungen zusammengepackt und farblich abgesetzt.
Natürlich ist es unser Ziel, dass ihr möglichst viel Zeit an diesem Wochenende in und um den Keller verbringt. Deshalb gibt es die Dauerkarte für € 20,00, das ist mit € 2,22 pro Vorstellung doch ein echtes Schnäppchen und ein Anreiz, endlich mal den ganz großen Kinoschein zu machen.

Das Programm

Freitag, 21. September

Dieu Hao Do

17:00 Uhr

At the End of the World (OmU)
Der Garten des Herrn Vong (OmU)
Hao pitcht eines seiner aktuellen Projekte und stellt anschließend einen Film von Wong Kar-wei vor.

Bernadette Knoller & Paula Cvjetkovic

21:00 Uhr

Ferien

Samstag, 22. September

Nicole Scherg

14:00 Uhr

GROSSELTERN

anschließend stellt Nicole einen für sie wichtigen Film vor:

Sein und Haben

Sonntag, 23. September

Süheyla Schwenk

16:00 Uhr

Sevince (Wenn man liebt) (OmU)

Meral, Kizim (OmU)

Im Anschluss stellt Süheyla einen Film des preisgekrönten Regisseurs Nuri Bilge Ceylan vor

Linda Brieda

20:00 Uhr

Für dich bei mir
Henning Beckhoff

Fahrt zur Hölle

Vogelfrei

Linda & Henning pitchen zwischen den Filmen eigene Projekte

Eintritt €5 (erm. €4)
Dauerkarte für alle drei Tage €20



Die Filmschaffenden

Sonja Henrici - Produktion
geboren in Lohr, lebt und arbeitet in Edinburgh
Vita    Filme

Nicole Scherg - Regie & Produktion
geboren in Partenstein, lebt und arbeitet in Wien
Vita    Filme

Jakob Schmidt - Regie & Drehbuch
geboren in Würzburg, lebt und arbeitet in Berlin
Vita    Filme

Linda Brieda - Regie & Drehbuch & Produktion
lebt in Berlin

Vita    Filme

Henning Beckhoff - Regie
lebt in Berlin
Vita    Filme

Dieu Hao Do - Regie
lebt in Berlin
Vita    Filme

Burkhardt Wunderlich - Drehbuch
lebt in Berlin
Vita   Filme

Bernadette Knoller - Regie
Vita    Filme

Paula Cvjetkovic - Drehbuch
Vita    Filme

Süheyla Schwenk - Regie
lebt in Berlin
Vita Filme

Die Partner

Ein Filmfest braucht viele Mittel und engagierte Helfer, die hier erwähnt werden müssen:
Matthias Mehling, Kathi & Rainer Emrich, Gisela Schlemmer, Wolfgang Weismantel, Thomas Weierich, Bernhard Münzel, Claudio Winter, Sabrina Winter, Renate Wirth-Winter, Robin Stiege, Hanna Schmitt, Jakob Seitz, Timon Pleier, Tristan Basic, Tobias Feck, Anna Lattin ... und natürlich alle treuen Stadtkino Besucher, die mit ihren Eintrittsgeldern dieses Wochenende finanziell erst möglich gemacht haben

              

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