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The Guard
Irland 2011, 94 min
Mitwirkende
Gerry Boyle: Brendan Gleeson
FBI agent Wendell Everett: Don Cheadle
Crew
Regie: John Michael McDonagh
Buch: John Michael McDonagh
Kamera: Larry Smith
Schnitt: Chris Gill
Musik: Calexico

 

The Guard

[...] Sergeant Gerry Boyle ist als Bulle untragbar. Er ist undiszipliniert, provoziert Kollegen, vergnügt sich mit Prostituierten und nimmt Ecstasy, das er bei einem toten Unfallopfer findet. Brendan Gleeson füllt diese Ausgeburt provinzieller Stinkstiefeligkeit mit rustikalem Leben. Den smarten FBI-Agenten Wendell Everett (Don Cheadle) hat es ins irische Hinterland verschlagen, weil die amerikanische Bundespoizei Wind von einer großen Drogenlieferung (im Wert von 500 Millionen oder auch nur 200, so genau weiß das niemand) gekriegt hat. Boyle und Everett werden zusammen auf den Fall angesetzt, während der Bodycount in der kleinen Gemeinde langsam steigt.

The Guard, so die irische Bezeichnung für einen Polizisten, bedient sich einer Genreformel, die Walter Hill Anfang der achtziger Jahre mit Nur 48 Stunden in den Polizeifilm einführte: zwei Partner wider Willen, einer schwarz, der andere weiß, auf Ganovenjagd. Der Running Gag von The Guard besteht nun darin, dass Cheadle gleich doppelt stigmatisiert ist: als Schwarzer in einer Kultur, die von Natur aus rassistisch veranlagt ist, wie Gleeson ihm achselzuckend zu verstehen gibt, und als Amerikaner, der trotzdem eine fremde Sprache spricht (»Wenn du englisch reden willst, geh nach London«, pflaumt ihn ein gälischer Ire einmal an).

McDonagh, der auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, hat allerdings mehr im Sinn, als lediglich alte Genrestandards neu aufzubereiten. Je konkreter der Kriminalfall Form annimmt, desto weiter entfernt sich The Guard von den Gepflogenheiten des Polizeifilms. Es gibt keinen großen Spannungsbogen, das Tempo ist gemächlich, die Geschichte weitschweifend. Selbst die Dialoge sind nicht übermäßig pointiert. Gleeson ist mehr noch als Cheadle das emotionale Gravitationsfeld; es macht ihm sichtlich Spaß, die Grenzen seiner Figur auszuloten. Sein Boyle ist ein launischer Hinterwäldler, der sich mit Kindern anlegt und Obama-Witze macht.[...]

Die komplette Filmkritik von Andreas Busche in ept-film.de lesen.

Trailer

Links

Mein Partner, der Rassist - Filmkritik von Andreas Resch in taz*de The Guardian review from Steve Rose

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