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Father Mother Sister Brother
USA 2025, 110 min
• Darsteller
Vater: Tom Waits
Jeff: Adam Driver
Mutter: Charlotte Rampling
Timothea: Cate Blanchett
Lilith: Vicky Krieps
• Crew
Regie: Jim Jarmusch
Drehbuch: Jim Jarmusch
Kamera: Frederick Elmes, Yorick Le Saux
Schnitt: Affonso Gonçalves
Musik: Jim Jarmusch & Anika

 























Father Mother Sister Brother

Pressestimmen

Der 73 Jahre alte Filmemacher Jarmusch erzählt hier ein genau beobachtetes Familientryptichon mit Starbesetzung: Tom Waits, Adam Driver, Maryam Balik, Charlotte Rampling, Vicky Krieps, Cate Blanchett, India Moore und Luke Sabbat. Ein Familienreigen, bei dem einer verschrobener ist als der andere. Es sind drei Episoden, die nichts miteinander zu tun haben - außer dem Stil. Eine kammerspielartige Reflexion über Familie. Und ein typischer Jarmusch wie in "Stranger than Paradise" oder "Paterson". Mit trockenem Humor, wenig Handlung, viel Musik und langen Einstellungen. Lakonisch und lässig - Jim Jarmusch eben.
Anna Wollner - ndr.de/kultur

Es passiert nicht viel in »Father Mother Sister Brother«, und in seiner ereignislosen Langsamkeit ist es vielleicht Jim Jarmuschs radikalster Film. Doch gerade der Verzicht auf vordergründige Dramatik verleiht den Begegnungen eine emotionale Tiefe, die sich erst allmählich erschließt. Jarmusch zeigt ein feines Gespür für familiäre Dynamiken, für die unsichtbaren Schranken zwischen alternden Eltern und erwachsenen Kindern, und die ungelenke Art, mit der eigene Rollen und sich verändernde Beziehungen ausgehandelt werden. Es geht um Kommunikation und darum, was sie über Beziehungen sagt, um elterliche Prägungen und Nähe, die zu eigentümlicher Fremdheit wird. In »Father« sind es die Kinder, die nicht aus ihrer Haut können, in »Mother« ist es die Mutter, die am Ende ihre Verantwortung für die emotionale Kluft zu erahnen scheint. Dagegen ist der trauernde Rückblick der Geschwister in »Sister Brother« von Harmonie und Liebe geprägt – trotz des Verlusts wirken sie am glücklichsten. Ihre Geschichte steht auch dafür, dass einem die Bedeutung bestimmter Menschen manchmal erst bewusst wird, wenn sie nicht mehr da sind.
Kai Mihm - epd-film.de

Unauf­hör­lich schiebt sich die Zeit nach vorne, unauf­haltsam setzen stete Verän­de­rungen ein. Jarmuschs Film ist dem gegen­ü­ber­ge­setzt, nimmt diese ganzen Trans­for­ma­tionen in sich auf, ohne das eigene Tempo zu verlieren, ohne aufzu­hören darüber nach­zu­denken, sich zu ihnen zu verhalten.
Doch er greift nie selbst ein, er steht staunend daneben und bewahrt sich ein immer produk­tives Unver­s­tändnis im Wissen um die beständig verlorene Zeit.

These days I seem to think a lot
About the things that I forgot to do
And all the times I had
A chance to
(Jackson Browne, These Days – im Film gesungen von Anika, Jarmusch spielt die Gitarre)
Axel Timo Purr - artechock.de

Trailer


 

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