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Staffel 22 - September - Oktober 2021

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MI 1. September 2021
18:00 OmU & 20:15 Uhr
Eine Frau mit berauschenden Talenten
La Daronne
von Jean-Paul Salomé
Frankreich 2019, 104 min

 

Eine Frau mit berauschenden Talenten

Zu Recht gilt Isabelle Huppert als eine der größten Schauspielerinnen des Weltkinos. In Komödien sieht man die glamouröse Denkerin und einstige Chabrol-Muse freilich eher selten. Mit Regisseur Jean-Paul Salomé lässt sich die Ikone des zeitgenössischen Autorenfilms bravourös auf dieses Genre ein. Als schillernde Drogendiva führt sie die Polizei an der Nase herum. Eine Paraderolle wie geschaffen für die faszinierende Darstellerin vielschichtiger Frauengestalten. Ein turbulentes Komödien-Highlight für ungezähmte Frauen, die sich ihre Unabhängigkeit in der Männerdomäne bewahren wollen.
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MI 8. September 2021
18:00 & 20:15 Uhr
auch DO 9. Sep 18:00 Uhr
Ich bin dein Mensch
von Maria Schrader
Deutschland 2021, 104 min

 

Ich bin dein Mensch

Kino nach dem Lockdown startete mit der grandiosen deutschen Komödie von Maria Schrader ("Vor der Morgenröte", "Unorthodox").
"Komik, Technik, Phantastik und die ganz großen Menschheitsfragen: Maria Schraders Science-Fiction-Dramakomödie „Ich bin dein Mensch“ macht mehr richtig als die beste Maschine. " Frankfurter Allgemeine
"Eine Single-Frau soll einen Liebesroboter testen, programmiert nach ihren Idealvorstellungen Das scheitert erst komisch, wird aber bald so ergreifend menschlich, dass man dem Paarlauf von Maren Eggert und Dan Stevens mit Tränen in den Augen folgt. Ein großer, wahrhaftiger Film." STERN
„Wie ein gelungener Flirt, keine Szene, keine Geste ist ohne Bedeutung, und ständig gibt es etwas zu lachen.“ Süddeutsche Zeitung
"Es ist ein Gedankenspiel, das mit Witz und Charme von allzu Menschlichem erzählt. Raffiniert hinterfragt dieser Film unsere ganz realen Beziehungsmuster, hält uns Menschen den Spiegel vor. Ein Kunstgriff, der den Spieß einmal umdreht und den Mann zum Objekt macht, ganz auf weibliche Bedürfnisse eingestellt." heute journal

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MI 15. September 2021
18:00 & 20:30 Uhr
Vor mir der Süden
von Pepe Danquart
Deutschland 2020
117 min

 

Synopsis:
1959, Italien. Pier Paolo Pasolini setzt sich im ligurischen Badeort Ventimiglia in seinen Fiat Millecento und umrundet einmal die italienische Küste. Der Form des berüchtigten Stiefels folgend fährt er 3.000 Kilometer bis hinauf nach Triest. Seine außergewöhnliche Reise gilt 60 Jahre später als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte. Das im Zeichen des Wirtschaftswunders und des beginnenden Massentourismus prosperierende Italien beschrieb Pasolini mit einer großen Portion Hellsichtigkeit, Empathie und Witz. In VOR MIR DER SÜDEN begibt sich der deutsche Filmemacher Pepe Danquart auf Pasolinis Spuren. Die damalige Umrundung unternimmt auch Danquart als fliegender Flaneur im Fiat Millecento und blickt auf Umbrüche – nicht nur in einem Land, sondern auf einem ganzen Kontinent. So viel lässt sich über Europa erzählen, schaut man nur einmal genauer auf sein Eingangstor: Italien. Wo früher der Massentourismus die Menschenströme durch die Ferienorte schleuste, überrennen nun Millionen Individualreisende die Schauplätze des historisch-mediterranen Italien. Wo einst Aufbau herrschte, strömen nun Waren und Dramen an die Küstenorte der Apennin-Halbinsel.
Zwischen Dolce Vita und nostalgischer Endzeitstimmung: Pepe Danquart hat einen fesselnden, bildstarken und erhellenden Dokumentarfilm geschaffen, der die Kulturen des Reisens und der Industrie klug miteinander kurzschließt und sie durch den Wandel der Zeiten verfolgt. Danquart, der mit Filmen wie AM LIMIT visionäre Kinokraft unter Beweis gestellt hat, findet einen liebevollen und humorigen Umgang mit den neuen Trieben aus dem Boden einer längst vergangenen Zeit. Italien zeigt er als radikales Konzentrat einer europäischen Epoche, die zugleich großartig und bestürzend ist.

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MI 22. September 2021
18:00 & 20:15 Uhr
Lara
von Jan-Ole Gerster
Deutschland 2019, 100 min

 

Keine leichte Hypothek, nach einem Coup wie „Oh Boy“ den nächsten Film zu wagen. Sieben Jahre ließ Jan-Ole Gerster sich Zeit, bevor er mit diesem Mutter-Sohn-Drama seinen Zweitling präsentiert. „Boy“-Bube Tom Schilling ist wieder mit dabei, abermals schwer sensibel. Als nervöser Pianist Viktor steht er vor der Premiere seines großen Konzertes. Die besorgte Mama (Glanzrolle für Caroline Harfouch!) kauft vorsorglich die Karten auf. Die Fassade ihrer Fürsorglichkeit bekommt jedoch Risse. Ist sie so eiskalt, wie einstige Kollegen behaupten? So unbarmherzig ehrgeizig, wie der Ex-Ehemann klagt? Je mehr das Puzzle dieser Lara Jenkins sich zusammensetzt, desto geheimnisvoller gerät dieses Psychogramm. Atmosphärisch dicht, visuell verspielt sowie bestens besetzt bis in die Nebenrollen, entsteht ein packend intensives Drama, das ein Klassiker-Thema mit erstaunlicher Leichtigkeit samt gelungener Wendungen präsentiert. „Oh Mother!“ wäre durchaus ein hübscher Titel - das hätte die Hypothek indes noch größer gemacht.

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MI 6. Oktober 2021
18:00 & 20:30 Uhr
auch DO 7. Oktober
18:00 & 20:30 Uhr

Der Rausch
von Thomas Vinterberg
Dänemark 2020, 117 min

 

Der Rausch

Synopsis
Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die am selben Gymnasium unterrichten, geht es nicht viel besser. Bei einer angeheiterten Geburtstagsrunde diskutieren sie die Theorie eines norwegischen Philosophen, nach der ein Mensch nur mit einem erhöhten Alkoholgehalt im Blut zu Bestleistungen fähig ist. Solch eine gewagte These muss überprüft werden. Die vier beschließen den Selbsttest zu machen und während der Arbeit einen konstanten Pegel zu halten. Soll nicht sogar Churchill den Zweiten Weltkrieg in einem Alkoholrausch gewonnen haben? Mit neuem Antrieb stürzen sie sich in ihr geheimes Experiment. Die Wirkung lässt nicht lange auf sich warten …

"DER RAUSCH ist als Tribut an das Leben gedacht. Als eine Rückeroberung der irrationalen Weisheit, die den gesunden Menschenverstand ablegt und sich der Lebenslust hingibt … wenn auch oft mit tödlichen Konsequenzen."
Thomas Vinterberg

Ausgezeichnet mit 4 EUROPÄISCHEN FILMPREISEN 2020: Bester Film, Beste Regie, Bester Schauspieler (Mads Mikkelsen), Bestes Drehbuch
Oscar® 2021 als Bester internationaler Film.

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MI 13. Oktober 2021
18:00 OmU & 20:30 Uhr
Intrige
J´accuse
von Roman Polanski
Frankreich 2019, 132 min

 

Inhalt
Am 5. Januar 1895 wird der junge jüdische Offizier Alfred Dreyfus wegen Hochverrats in einer erniedrigenden Zeremonie degradiert und zu lebenslanger Haft auf die Teufelsinsel im Atlantik verbannt. Zeuge dieser Entehrung ist Marie-Georges Picquart, der kurz darauf zum Geheimdienstchef der Abteilung befördert wird, die Dreyfus der angeblichen Spionage überführte. Anfänglich überzeugt von dessen Schuld kommen Picquart Zweifel, als weiterhin militärische Geheimnisse an die Deutschen verraten werden. Doch seine Vorgesetzten weisen ihn an, die Sache unter den Tisch fallen zu lassen. Entgegen seines Befehls ermittelt er weiter und gerät in ein gefährliches Labyrinth aus Verrat und Korruption, das nicht nur seine Ehre, sondern auch sein Leben in Gefahr bringt.

Roman Polanskis aufwändig produzierter Film INTRIGE nach dem Bestseller von Robert Harris erzählt von dem wahrscheinlich größten politischen Skandal des späten 19. Jahrhunderts, der die französische Gesellschaft zutiefst erschütterte: ein ungeheuerliches Geflecht aus Antisemitismus, Macht und Vertuschung. Präzise wie packend inszeniert und von erschreckender Aktualität wirft das Historiendrama universelle Fragen nach Schuld, Gewissen und Wahrheit auf. Der mit Oscar®-Preisträger Jean Dujardin (THE ARTIST) hochkarätig besetzte Film gewann bei den Filmfestspielen von Venedig 2019 den Großen Preis der Jury.

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MI 20. Oktober 2021
18:00 & 20:00 Uhr
Rosas Hochzeit
von Iciar Bollain
Spanien 2020, 97 min

 

Inhalt
Kurz vor ihrem 45. Geburtstag beschließt Rosa, dass es Zeit für einen radikalen Wandel in ihrem Leben ist. Immer hat sie für die anderen gelebt, in ihrem Job als Kostümbildnerin bis zum Umfallen gearbeitet, den Vater zum Arzt begleitet, sich um die Kinder ihres Bruders gekümmert. Knall auf Fall verlässt sie Valencia, um sich im alten Schneiderladen ihrer Mutter im kleinen Küstenort Benicassim den Traum vom eigenen Atelier zu erfüllen. Aber es ist nicht so leicht, das Leben in die eigenen Hände zu nehmen. Ihr Vater, die Geschwister, ihr Freund und ihre Tochter, alle mit eigenen Plänen und Problemen: Das Handy hört gar nicht mehr auf zu klingeln. Rosa beschließt, ein Zeichen zu setzen: Sie will heiraten. Und diese Hochzeit wird eine ganz besondere sein.

Presse:

  • Iciar Bollain und ihre Koautorin Alicia Luna haben eine der inspirierendsten, lebendigsten und strahlendsten Frauenfiguren der letzten Jahre geschaffen. ROSAS HOCHZEIT ist ein Stärkungsmittel in komplizierten Zeiten, eine relevante Geschichte, positiv und in perfekter Balance zwischen Drama und Humor erzählt – ein Film in der besten Tradition des spanischen Kinos, unterhaltsam, mediterran, fröhlich. PÚBLICO
  • Eine unwiderstehliche Tragikomödie: Perfekt auf allen künstlerischen Ebenen, wunderbar, unterhaltsam, mitreißend, absurd, lustig, erschreckend, teuflisch, glücklich. Wie das Leben selbst. (...) Candela Peña ist spektakulär, inmitten eines fabelhaften Ensembles und in Situationen von enormer Glaubwürdigkeit, mit Dialogen voller Zärtlichkeit, Humor und Schmerz, von Iciar Bollain mit großer Liebe inszeniert. EL PAÍS
  • So wie es ihr schon mit EL OLIVO – DER OLIVENBAUM gelungen ist, glückt Iciar Bollain auch hier engagiertes Kino ohne Zeigefinger und Schwerfälligkeit. Das Lachen, das sich dem hinreißenden Spiel eines begnadeten Ensembles verdankt, verdeckt weder den feministischen Anspruch noch den hartnäckigen Kampf um Selbstachtung, mit dem sich so viele Frauen identifizieren. EL CORREO

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MI 27.Oktober 2021
18:00 (OmU) & 20:15 Uhr in deutscher Fassung
Bernadette
Where’d you go, Bernadette
von Richard Linklater
USA 2019, 109 min

 

Bernadette (Cate Blanchett) war ein aufsteigender Stern am Architekten-Himmel. Sie verantwortete zwei großartige Gebäude, danach warf sie alles hin und ging mit ihrem Mann, dem sehr erfolgreichem Elgie (Billy Crudup) nach Seattle. Beide bekamen eine Tochter namens Bee (Emma Nelson) und Bernadette befasste sich nur noch mit ihr, wurde in ihrem Verhalten aber immer erratischer. Sie hasst Seattle, sie verabscheut ihre Nachbarn und sie meidet jeden sozialen Kontakt, so gut es nur geht. Als Bee sich jedoch wünscht, dass die Familie einen gemeinsamen Trip per Schiff in die Antarktis unternimmt, lässt das Bernadette endgültig ausrasten. Bernadette verschwindet – und Elgie und Bee suchen sie.
Das Buch ist aus Bees Perspektive erzählt, der Film konzentriert sich auf Bernadette und offeriert Cate Blanchett einmal mehr eine jener schrägen und schrulligen Rollen, in denen sie so gut ist. Entsprechend ist es pure Freude, ihr zuzusehen, wie sie sich mit den Nachbarn anlegt, von der Welt abkapselt und nur in ihrer eigenen Blase lebt. Das ist oftmals witzig, manchmal aber auch mit einem Hauch Tragik versehen, weil Bernadette ein schöpferischer Geist ist, der in all der Tristesse und Banalität des normalen Lebens unterzugehen droht. Oder eigentlich schon untergegangen ist, weil Bernadette sich von dem zurückgezogen hat, was ihre Passion ist.

Peter Osteried - programmkino.de


 

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