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Im Kulturkeller Weinhaus Mehling, Hauptstrasse 30, 97816 Lohr am Main Eintritt: 5 € |
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Mittwoch 7. Januar |
Das Geheimnis von VelázquezDas Jahr 2026 beginnt im Keller im Zeichen der Kunst! Regisseur Stéphane Sorlat hat als Produzent schon in Filmen über Hieronymus Bosch und Goya die Schätze des Prado in Madrid erkundet. Jetzt können wir mit ihm in Das Geheimnis von Velázquez eintauchen.
Wie beim Dokumentarfilm üblich, spricht jeder in seiner Muttersprache, zum Beispiel Französisch / English / Spanisch... und hierzu unser Tipp: sich auf die Bilder konzentrieren und die Experten einfach "schwätzen" lassen. Alles andere ist einfach "too much". Zu Velázquez gibt es einen umfassenden Wikipedia Artikel Hier schon mal die Zusammenfassung:
Ausführlich wird in dem Wikipedia Artikel das Leben von Velázquez geschildert, und am Ende kann man seine wichtigsten Bilder in hoher Auflösung bewundern. Fazit: Ein herausforderndes Eintauchen in die Kunstgeschichte. | |
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Mittwoch 14. Januar |
ZweigstelleSo früh im Jahr zeigen wir euch auch mal einen Film ohne gesellschaftliche Relevanz; wie auch: er spielt fast vollständig im Himmel. Zweigstelle ist Julius Grimms Erstlingsfilm, den er mit seinen "Kumpels" von der Münchner Filmhochschule gedreht hat.
Junge Filmemacher haben es schwer, an ein ordentliches Budget zu kommen. Julius hatte das Glück, dass ein Münchner Theaterleiter ihm den Theaterschlüssel übergab und meinte "mach doch einfach mal einen Film in den Theaterferien". Das - verbunden mit der Idee einen Film über das Jenseits zu machen - war die Keimzelle eines kabarettistischen Stücks über die "Migrationsbehörde im Himmel". Eine Behörde, die entscheidet, ob man in den Himmel oder ins Fegefeuer kommt ... oder auf einen Eintrag in die Wiedrgeburtswarteliste hoffen darf. Fazit: Eine kleine bayerische Jenseits-Komödie mit großem Esprit Interview mit den Produzenten von "Zweigstelle" - the-spot-mediafilm.com | |
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Dienstag 20 Januar |
The Life of ChuckDer Film erzählt seine Geschichte in drei Akten, vom Ende her - da bleibt genug Zeit, die Apokalypse zu verdauen, die vor allem via Fernsehnachrichten auf die Leinwand kommen. Als größter Verlust erscheint einem Vater beim Elterngespräch zunächst der Verlust des Internets - und vor allem das Verschwinden von YouPorn! Chuck erleben wir in diesem 3.Akt: Danke, Chuck! nur in Form einer geheimnisvollen Botschaft: »Charles Kranz - Thank you, Chuck, for 39 Years« taucht auf riesigen Plakattafeln und als Unterbrechnung im TV auf. Eine rätselhafte und verstörende Botschaft mitten im größten Chaos. Dann im 2. Akt: Lang lebe die Straßenmusik, lernen wir den erwachsenen Chuck als Buchhalter bei einer Konferenz von Buchhaltern kennen. Ein Einzelgänger, der in der freien Zeit lieber allein durch die Straßen schlendert, als mit seinen Kollegen Bilanz-Probleme zu erörtern. Und da erleben wir die schönste Szene des Films: Eine Straßenmusikerin spielt an einer Ecke Schlagzeug; keiner interessiert sich für sie; sie träumt vor sich hin, bis sie Chuck entdeckt und den Beat langsam steigert. Und dan lässt Chuck seine Aktentasche fallen und bewegt sich im Takt der Trommeln. Er entdeckt Janice in der Menge und ruft: „Auf geht’s, kleine Schwester, tanz!“ Was folgt, ist eine Performance, wie sie das Universum noch nicht gesehen hat! Und zum Schluss kommt der 1. Akt: Ich enthalte Vielheiten, der die Kindheit von Charles „Chuck“ Krantz erzählt. Wir erfahren, dass seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind und er von seinen Großeltern in einer viktorianischen Villa aufgezogen wurde. Es sind Großeltern wie aus dem Bilderbuch: Großvater Albie ist Buchhalter und bringt Chuck die Schönheit und Geheimnisse der Zahlen nahe, während Oma Sarah ihm die Liebe zu Tanz und Musik vermittelt ... ein später verschüttetes Talent, das im Akt 2 so umwerfend zur Geltung kommt. Im Turmzimmer der Villa gibt es ein geheimnisvolles Zimmer, an dessen Betreten Chuck von Albi mit all seinen Kräften gehindert wird. Erst nach dem Tod der Großeltern wird Chuck das Zimmer betreten und dessen magischen Kräften ausgesetzt. Do I contradict myself? Fazit: Ein Film wie ein wunderbarer Alptraum. Ein Glossar und ein Interview mit dem Regisseur und Drehbuchautor Mike Flanagan | |
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Mittwoch, 21. Januar |
Lolita lesen in Teheran
Wem erzählen wir, was auf der Erde geschah, Was kann Literatur bewirken? In LOLITA LESEN IN TEHERAN wird die Beschäftigung mit wichtigen Werken der Weltliteratur, unter der Anleitung einer engagierten und enthusiatischen Literaturwissenschaftlerin, für die jungen Frauen zu einer Begegnung mit geistiger Autonomie und innerer Freiheit. "Große Literatur muss unbeugsam sein", sagt Azar Nafisi, iranische Professorin für Literatur, in einer ihrer ersten Vorlesungen nach ihrer Rückkehr aus den USA im Jahre 1979. Die geheimen Treffen im Wohnzimmer der Professorin stellen einen Zufluchtsort dar, einen Schutzraum gewissermaßen, in dem die Frauen nachdenken und kommunizieren können über ihre Einschränkungen - und schließlich über die Gefangenschaft, in der sie sich befinden. Denn auch der sich selbst als liberal einschätzende Ehemann von Azar Nafisi will nicht verstehen, worin das eigentliche Problem besteht. Fazit: Eine beeindruckende Darstellung der Frauen, die sich dem iranischen Regime nicht beugen wollen. | |
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Dienstag, 3. Februar |
Wise Women
Geburt folgt keinem Drehplan. In Wise Women begleitet Regisseurin Nicole Scherg fünf Hebammen rund um den Globus: in Äthiopien, Brasilien, Marokko, Nepal und Österreich. Diese Frauen stehen stellvertretend für einen der ältesten Berufe der Menschheit – Hebammen, die Leben von der ersten Minute an begleiten und Geburt für Menschen überall auf der Welt möglich machen. Still, aufmerksam und entscheidend, oft im Verborgenen, zeigen sie, wie viel Verantwortung und Weisheit in diesem Beruf liegt. Genet Gebru, „Hajja“ Aïcha El Fathi, Kanchan Mala Shrestha, Gunda Gutscher und Sheila Santos sind Expertinnen für die wichtigste Sache der Welt: Sie helfen Müttern, Kinder zur Welt zu bringen. Ob im hoch technisierten OP-Saal, im frauenverwalteten Geburtshaus oder bei Regen im Dorf – sie navigieren Grenzsituationen mit Ruhe, Erfahrung und Wissen. Jede Geburt ist anders, jede Herausforderung einzigartig. Schnell wird klar: Geburt ist nicht nur ein physiologischer Vorgang, sie ist auch zutiefst politisch und kulturell geprägt. Frauengesundheit folgt immer sozialen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Wise Women zeigt, wie Hebammen zwischen „zu viel, zu früh“ in hoch technisierten Ländern und „zu wenig, zu spät“ in Regionen ohne ausreichende Versorgung agieren – und welche Bedeutung ihre Arbeit für das Leben selbst hat. Scherg arbeitete für diesen Film in einem rein weiblichen Kernteam mit Kamerafrau Maria-Thérèse Zumtobel, Tonfrau Eva Hausberger und Editorin Natalie Schwager sowie engagierten Kolleginnen vor Ort. Gemeinsam haben sie eine filmische Hommage an die stillen Heldinnen am Ursprung des Lebens geschaffen – an Frauen, die tagtäglich Leben schützen, gestalten und begleiten. „Geburt ist der alltäglichste Ausnahmezustand der Welt“, sagt Nicole Scherg. „Eine Grenzerfahrung, eine Naturgewalt; für die Gebärenden, die Geborenen – und die, die sie dabei begleiten.“ Fazit: Ein leiser, kraftvoller Film über unsere Menschwerdung – und über die Frauen, ohne die es uns nicht gäbe. Special: Regisseurin Nicole Scherg wird zur Vorführung anwesend sein und über Entstehung, Dreh und die Geschichten der Hebammen sprechen. |
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