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Glennkill: Ein Schafskrimi
GB, USA 2026, 110 min
• Darsteller
George Hardy: Hugh Jackman
Anwältin Lydia Harbottle: Emma Thompson
Lily: Julia Louis-Dreyfus / Anke Engelke
Mopple: Chris O’Dowd / Bastian Pastewka
• Crew
Regie: Kyle Balda
Drehbuch: Craig Mazin
Kamera: George Steel
Schnitt: Paul Machliss, Martin Walsh
Musik: Christophe Beck

 

Glennkill: Ein Schafskrimi

Die Tiere von Schäfer George (Hugh Jackman) kennen sich jedenfalls bestens aus mit Krimis, liest er ihnen doch jeden Abend solche Geschichten vor. Davon, dass die Schafe – die im Übrigen kein gutes Gedächtnis und vor allem kein Verständnis vom Sterben haben – ihn tatsächlich verstehen und sich über jeden Fall begeistert austauschen, hat er keinen Schimmer. Doch als George eines Tages tot auf der Wiese liegt, macht es sich seine Herde rund um die Schafe Lily und Mopple zur Aufgabe, die Wahrheit über sein Ableben herauszufinden. Wobei sie eine bessere Figur abgeben als Dorfpolizist Tim, der zwischen Georges angereister Tochter, einem neugierigen Lokalreporter und allerlei verdächtigen Nachbarn reichlich überfordert ist und tierische Hilfe gut gebrauchen kann.
Patrick Heidmann - epd-film.de

Wer braucht schon knifflige Kopfnüsse à la „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“, wenn man Woll-Ermittler haben kann? Und es macht einfach einen Heidenspaß, die Welt der Menschen aus der Sicht der vierbeinigen Spürnasen neu zu entdecken. In seinen besten Momenten erinnert das bunte Treiben dabei an die „Shaun das Schaf“-Serie der Aardman-Studios – auch wenn es nie ganz an den liebevollen Wahnwitz des anarchischen Stop-Motion-Knetvergnügens heranreicht. Dafür gibt es immer wieder philosophische Einschübe, die insbesondere das ältere Publikum abholen dürften. Wenn die unwissenden Vierbeiner beispielsweise ungehemmt naiv über Sinn und Zweck von Kirche und Gott diskutieren, eröffnet das einen frischen Blick auf verinnerlichte kulturelle Riten und Normen.
Stefan Geisler - filmstarts.de

US-Drehbuchautor Craig Mazin, bekannt für so grundverschiedene Arbeiten wie die beiden "Hangover"-Fortsetzungen und die HBO-Serien "Chernobyl" und "The Last of Us", hat aus der Buchvorlage seine ganz eigene Story geschnitzt. Und weil der Nostalgie-Pfad für Leinwanddetektive in den letzten Jahren zwar viel beschritten, aber noch lange nicht ausgetreten wurde, bewegt sich "Glennkill", überaus scharfsinnig, auf den Spuren von Agatha Christie.
Die Figuren, ob menschliche Darsteller oder computeranimierte Schafe, sind durch die Bank skurrile Charakterköpfe, deren Stärken und Schwächen sich erst im Laufe der Handlung erschließen. Denn natürlich geht es nicht nur darum, den Tod von Schäfer George aufzuklären - es geht auch um das Aufdecken von gut gehüteten Geheimnissen und das Überwinden von Ängsten, Selbstzweifeln und Vorurteilen.
Bettina Dunkel - ndr.de/kultur

Trailer


 

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