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Im Kulturkeller Weinhaus Mehling, Hauptstrasse 30, 97816 Lohr am Main Eintritt: 5 € |
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"Wuthering Heights" – Sturmhöhe |
"Wuthering Heights" – SturmhöhePressestimmenEmerald Fennell stellt sich mit „Wuthering Heights – Sturmhöhe“ ganz in die Tradition des vor Emotionen und theatralischen Gesten überschäumenden Melodrams, um die gesamte Bandbreite romantischer Ausformungen in all ihren Abstufungen auszuleuchten: Wenn Heathcliff mit seinen Händen einen Schirm über Cathys Stirn bildet, um sie vor dem prasselnden Regen zu schützen, wirkt das im klassischsten Sinne zutiefst romantisch. Sobald allerdings deutlich wird, dass die beiden sich nur noch auf andere Menschen einlassen, um einander mit maximaler Bösartigkeit zu verletzen, offenbart die dargebotene Niedertracht in „Wuthering Heights“ zugleich zwingend, warum der Stoff seinen Ruf als Mutter aller toxischen Beziehungen mehr als verdient.
Warum funktioniert Fennells Verfilmung so gut? Zum einen sicherlich wegen der exzellent gecasteten Hauptdarstellerin und des Hauptdarstellers, für mich aber auch wegen der absolut authentischen Kulisse und des Dauerregens. Und, das ist letztlich mein ganz persönlicher Aspekt: Der 1847 veröffentlichte einzige Roman von Emily Brontë war das erste Buch, das ich mir als Studentin Anfang der 90er-Jahre gekauft habe. Meine Intention damals: ein kitschiges, englisches Liebesdrama zu kaufen, echte Literatur, die aber nicht im Studienplan steht. Ich habe es verschlungen. Ausdrücklich dockt Emerald Fennell an die überschwänglichen Gefühle an, die sie als Teenager beim Lesen »der größten Liebesgeschichte aller Zeiten« empfunden hat. Wie die meisten der zahlreichen Verfilmungen beschränkt auch ihre Version sich auf die erste Hälfte des Romans. Was Fennell entschieden hinter sich lässt, sind die sittlichen Restriktionen des viktorianischen Zeitalters, stattdessen stürzt sie sich auf den Schwingen ihres Kameramanns Linus Sandgren mit enormem Drive in den Strudel der Leidenschaften.
Trailer |
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