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Im Kulturkeller Weinhaus Mehling, Hauptstrasse 30, 97816 Lohr am Main Eintritt: 5 € |
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Jane Austen und das Chaos in meinem Leben |
Jane Austen und das Chaos in meinem LebenPressestimmenEs ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass in Filmen mit Jane-Austen-Bezug eine ansprechende Ausstattung garantiert ist. Deshalb ist auch hier alles auf unaufdringliche Weise schnuckelig, angefangen von der Buchhandlung, in der die Heldin arbeitet – Shakespeare & Co in Paris –, über die Wohnung, in der sie mit ihrer Schwester und deren Sohn lebt. Und besonders jenes ländliche Herrenhaus, in das sie zu einem Schreibaufenthalt eingeladen wird. In der »Jane Austen Writers Residency« soll Agathe im Kreise weiterer Nachwuchsautoren, umsorgt von einem liebenswürdigen Ehepaar, Nachkommen der Austen-Familie, an ihrem Romanmanuskript weiterarbeiten. Deren leicht versnobter Sohn Oliver aber, der seinen Eltern bei der Betreuung der Gäste hilft, legt sich gleich mit Agathe an. Agathe (funkelnd gespielt von der britisch-französischen Schauspielerin Camille Rutherford), ist klug, hübsch, und Single. Nicht ganz freiwillig. Vielleicht hat die Buchhändlerin (die immerhin bei »Shakespeare and Company« in Paris arbeitet, wo einige der frühen Szenen gedreht wurden), die auch eine verhinderte Schriftstellerin ist, einfach Bindungsprobleme, aber sie sagt auch, sie möchte keinen »Uber-Sex« per Dating-App und behauptet, sie träume von einer Liebesgeschichte, wie sie Jane Austen hätte schreiben können. Agathe ist, wie man bald erfährt, vom Unfalltod ihrer Eltern, den sie einst als Kind miterlebte, traumatisiert – aber als Bücherwurm besitzt sie eine überbordende Fantasie und so scheint das echte Leben nie das zu halten, was die Literatur ihr täglich verspricht. « Die ganz großen Lacher bleiben dabei zwar aus, der Film ist eher amüsant als wirklich lustig. Aber er ist doch charmant geworden, auch wegen des Ensembles, welches es versteht, die Geschichte mit Leben zu füllen. Ein paar Punkte ziehen Jane Austen und das Chaos in meinem Leben dabei unnötig runter. Dass in einem Schreibtreffen im tiefsten England alle Französisch sprechen, ist ebenso irritierend wie die diversen Klischees. Ob es das große Trauma unbedingt gebraucht hätte, unter dem die Protagonistin leidet, darüber ließe sich streiten. Insgesamt ist die Liebeskomödie aber ein sympathisches Debüt geworden, das ein bisschen Leichtigkeit in den Tag bringt, ohne dabei völlig oberflächlich zu sein, womit Piani durchaus in die Fußstapfen der einflussreichen Autorin tritt.
Trailer |
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