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Der verlorene Mann
Deutschland 2026, 102 min
• Darsteller
Hanne: Dagmar Manzel
Kurt: Harald Krassnitzer
Bernd: August Zirner
Samira: Lene Dax
• Crew
Regie: Welf Reinhart
Drehbuch: Tünde Sautier, Welf Reinhart
Kamera: Micky Graeter
Schnitt: Ulrike Tottora, Welf Reinhart
Musik: Pablo Jókay

 


















Der verlorene Mann

Pressestimmen

So, als seien sie wieder jung, rennen die drei in einer Reminiszenz an eine ikonische Sequenz aus der Nouvelle-Vague-Träumerei „Die Außenseiterbande“ von Jean-Luc Godard Hand in Hand durch die Ausstellungsräume der Alten Pinakothek in München. Momente wie diese machen „Der verlorene Mann“ zu einem kleinen Wunder im aktuellen deutschsprachigen Kino, das sonst kaum je den leichten Ton wagt, wo das Thema scheinbar zu nüchterner Strenge mahnt. Mit seinem ersten Langfilm gelingt Welf Reinhart ein Debüt voller Leben und behutsamer Details, das vieles dem unaffektierten Spiel seines Ensembles verdankt, aber auch visuell eine eigene, so unaufdringliche wie feinfühlige Bildsprache findet.
Kamil Moll - filmsdienst.de

Gerade diese Perspektive macht den Film so sehenswert. Denn "Der verlorene Mann" verweigert sich konsequent der einfachen Kategorisierung als "Demenzfilm". Stattdessen entfaltet er ein emotionales Spannungsfeld, in dem Erinnerung und Gegenwart, Pflichtgefühl und Sehnsucht miteinander ringen. Wenn Kurt mit fast jugendlicher Leichtigkeit durch den Alltag stolpert, entsteht eine irritierende Ambivalenz: Seine Krankheit zerstört - und eröffnet zugleich Momente von Nähe und Unmittelbarkeit. Krassnitzer beschreibt das eindrücklich: "Es gibt innerhalb dieser Situation viele Momente, die sehr lebendig, warm und liebenswürdig sind."
Das Drehbuch von Reinhart und Tünde Sautier findet dabei eine beeindruckende Balance zwischen Tragik und leisem Humor. Besonders stark sind die Szenen, in denen die Figuren versuchen, mit Kurts Realität umzugehen - etwa, wenn Bernd Kurt gegenüber die absurde, aber funktionale Lüge einer "offenen Ehe" erfindet. Hier zeigt sich die große Stärke des Films: Er beobachtet, statt zu bewerten.
Iris Janke - dienachtderlebendentexte

In seinem Langfilmdebüt geht Regisseur Welf Reinhart sehr behutsam zu Werke. Ihm sind die Symptome einer Alzheimer-Erkrankung wohl vertraut, und er weiß, dass ein Zugang zu der Welt des Kranken einzig über dessen Sprach- und Reaktionsmuster möglich ist. Und genau daran scheitern Hanne und Kurt. Immer wieder kommt es zu alltäglichen Konflikten, wie sie in einer normalen Beziehung vorkommen. Hanne verliert sich in Erinnerungen, die für Kurt gegenwärtige Wirklichkeit sind, und beide haben nur eine Welt der Irrationalität. Die ist allerdings nicht von Dauer. Die Krankheit ist fortschreitend, und so finden sich Hanne und Kurt am Ende dort wieder, wo es keine Gemeinsamkeiten mehr gibt. Und da wartet, zu beider Glück, Bernd.
Ulrich Sonnenschein- epd-film.de.de

Trailer


 

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