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Programm 14.September bis 9.November 2016

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MI 14. September 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Alphabet

von Erwin Wagenhofer
Deutschland 2013, 113 min

 

Ein polemischer Angriff auf das Bildungssystem ... rechzeitig zum Schulanfang
98% aller Kinder kommen hochbegabt zur Welt. Nach der Schule sind es nur noch 2%. Erwin Wagenhofer begreift das Thema „Bildung“ sehr viel umfassender und radikaler, als dies üblicherweise geschieht. Fast alle Bildungsdiskussionen sind darauf verkürzt, in einem von Konkurrenzdenken geprägten Umfeld jene Schulform zu propagieren, in der die Schüler die beste Performance erbringen. Wagenhofer hingegen begibt sich auf die Suche nach den Denkstrukturen, die dahinter stecken. Was wir lernen, prägt unseren Wissensvorrat, aber wie wir lernen, prägt unser Denken.

Wer sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigen will, kann sich hier das Schulmaterial zu Alphabet anschauen und herunterladen.

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MI 21. September 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Oh Boy

von Jan Ole Gerster
Deutschland 2012, 83 min

Im Vorprogramm:
Und ob ich schon wandert

Kurzfilm von Matthias Noe und Dominik Lando
Aschaffenburg 2014, 16 min
Zum Trailer Die Filmemacher stellen ihren Film persönlich vor.

 

„Prägnant komponierte Schwarz-Weiß-Bilder entfalten in Jan Ole Gersters OH BOY die Geschichte eines Tages und einer Nacht, in der Niko (großartig: Tom Schilling) durch die Spree-Metropole driftet. Mit seinem Schauspieler-Freund besucht er ein Filmset (gedreht wird ein Nazizeit-Drama) und eine Theateraufführung (die aussieht wie Urschreitherapie), es gibt kuriose Begegnungen mit übergriffigen Psychiatern, stressigen U-Bahnkontrolleuren und prügelnden Rowdys, und anfänglich denkt man, hier entrolle sich ein Berlin-satirisches Comedy-Nummernprogramm. Dann aber gewinnen Traumcharakter und Poesie Vorrang. Wenn der Morgen graut, offenbart eine tolle Stadtbilder-Montage Nikos prekäres Lebensgefühl: Niko, der Passant in urbanen Transiträumen, an dem das Leben wie eine albtraumhafte Bildergalerie vorüberzieht.“ Süddeutsche Zeitung, Rainer Gansera

Im Vorprogramm:
Unter dem Motto "Sagen von damals, Mystery von heute" erstellt die Gruppe Spessart Shorts um Matthias Noe und Dominik Lando aus Aschaffenburg eine Kurzfilmreihe. Ihr erster Film »Und ob ich schon wan­dert« wurde in den Stol­len des Berg­werks der Gru­be Wil­hel­mi­ne in Som­mer­kahl ge­dreht und ist in Anwesenheit der Filmemacher als Vorprogramm im stattKino zu sehen.

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MI 28. September 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Ewige Jugend

von Paolo Sorrentino
Italien 2015, 118 min

 

Eigentlich war an diesem Tag die Henry James Verfilmung "Das Glück der großen Dinge" vorgesehen. Leider war dieser nicht aufzutreiben und so haben wir stattdessen mit "Ewige Jugend" einen der schönsten Filme des letzten Jahres ins Programm genommen.
"Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino ("La Grande Bellezza – Die große Schönheit") wird seinem Ruf als großartiger Geschichtenerzähler einmal mehr gerecht. Diesmal schickt der bekennende Fellini-Fan zwei betagte Künstler in ein Schweizer Luxushotel in den Alpen, um sie dort über das Leben, die Liebe und das Alter philosophieren zu lassen. Das opulente Senioren-Drama verblüfft durch ein Füllhorn famoser Einfälle, geschliffener Dialoge sowie einem exzellenten Ensemble. Potenziert wird die visuelle Wundertüte durch einen spektakulären Soundtrack der Extraklasse. An dieser famos fabulierenden Farce hätte ein Fellini gewiss seine Freude!" programmkino.de

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MI 5. Oktober 2016
15:30 Familienvorst. 3€ 18:00 FLVEG Show (OmU) 20:30 Uhr in Deutsch
Hugo Cabret

von Martin Scorsese
USA 2011 126 min

 

Das wird in doppelter Hinsicht ein spannender Tag für uns: Es gibt wieder eine Familienvorstellung um 15:30 - spontan im Juli bei Shaun das Schaf eingeführt, hat es uns doch riesigen Spass gemacht, zu sehen mit welcher Begeisterung Kinder (und Eltern) gemeinsam Spaß am Kino haben. Hugo Cabret ist wieder ein Film, der gleichermaßen Groß und Klein fasziniert,und zeigt, wie Martin Scorsese die Welt der Technik der vorletzten Jahrhundertwende (Kino & Eisenbahn) phantasiereich und spannend erzählt.

Paris zu Beginn der 30er Jahre: Der 12-jährige Hugo zieht unermüdlich in einem Pariser Bahnhof die Uhren auf und hält die Mechanik am Laufen. Eigentlich ist sein Onkel, ein Alkoholiker, dafür zuständig, aber der ist plötzlich verschwunden. Hugo lebt versteckt im Inneren der Uhren-Technik, zwischen Pendeln und Pleuelstangen. Er darf sich nur nicht vom Bahnhofsvorsteher mit seinem wachsamen Dobermann erwischen lassen, denn der würde ihn sofort in ein Waisenhaus stecken. Weil Kinder ohne Eltern dahin gehören …

"Mit seinem turbulenten Märchen "Hugo Cabret" setzt Martin Scorsese dem Erfindungsreichtum der ersten Filmpioniere ein hinreißendes Denkmal." Der Spiegel

... und eine weiteres Event steht an diesem Tag an: Schüler des Lohrer Gymnasiums, die im letzten Jahr in der MSP Akademie sich in Filmanalyse geübt haben, waren so fasziniert, dass sie in Zusammenarbeit mit dem stattKino weitermachen. Hier ihr Plakat zu diesem Ereignis:

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MI 12. Oktober 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Phoenix

von Christian Petzold
Deutschland 2014, 98 min

 

Es gibt sie wieder - die großen deutschen Filmregisseure. Christian Petzold gehört auf jeden Fall dazu. Nach Wolfsburg, Yella, Jerichow und Barbara hat Petzold wieder ein wunderbares Melodram mit Nina Hoss gedreht, das auch weltweit begeistert aufgenommen wurde

"In Venedig feierte gerade Fatih Akins "The Cut" Premiere, in dem der Völkermord an den Armeniern als Western erzählt wird; Petzold bereitet die Nachwirkungen des Genozid an den Juden nun in "Phoenix" als aufwühlendes und doch hoch präzises Krimi-Melodram auf. So wird das klassische Genrekino zur Möglichkeit, die Grenzen des starren deutschen Geschichtskinos zu weiten. Endlich." Christian Buß im Spiegel
"The threads of a concentration camp survivor’s return to postwar Germany are woven into a masterful web by Christian Petzold" The Guardian

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MI 19. Oktober 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Pina - Ein Tanzfilm

von Wim Wenders
DE 2011, 103 min

 

Wim Wenders über Pina Bausch
"Nein, kein Wirbelsturm war da über die Bühne gefegt.
Da waren... Menschen aufgetreten, die sich anders bewegten,
als ich das kannte, und die mich anders bewegten,
als mir das je geschehen war.
Schon nach ein paar Augenblicken hatte ich einen Kloß im Hals,
und nach einigen Minuten ungläubigen Staunens habe ich einfach meinen Gefühlen freien Lauf gelassen und hemmungslos drauflos geflennt.
Das war mir vorher noch nie passiert...
Im Leben schon, durchaus auch mal im Kino,
aber nicht beim Zuschauen einer einstudierten Inszenierung, geschweige denn einer Choreographie.
Das war nicht Theater, nicht Pantomime, nicht Ballett und schon gar nicht Oper. Pina ist, wie Sie wissen,
die Erfinderin (nicht nur hierzulande) einer neuen Kunst."

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MI 26. Oktober 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Blue Jasmine

von Woody Allen
USA 2013, 98 min

 

"Cate Blanchett war noch nie so gut: Woody Allens neuer Film „Blue Jasmine“ erzählt von einer neureichen New Yorkerin, die plötzlich vor dem Nichts steht und bei ihrer chaotischen Schwester einzieht." FAZ
"In Blue Jasmine lässt Woody Allen eine blasierte High-Society-Frau über die faulen Börsengeschäfte ihres Mannes stürzen. Statt Geschlechterklamauk gelingt Allen damit eine scharfsinnige Tragödie über Anmaßung - und Hauptdarstellerin Cate Blanchett eine wahre Meisterleistung." Spiegel Online

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MI 9. November 2016
18:00 FLVEG Show (OmU) 20:30 Uhr in Deutsch
The Big Short

von Adam McKay
USA 2015, 130 min

 

Wie kann eine Komödie eine Katastrophe erklären? Dieser Frage und mehr wird das FLVEG Team an diesem Tag nachgehen und im Anschluß in Mehlings Oberstübchen diskutieren - Das solltet ihr euch nicht entgehen lassen!

"Zahlen und Statistiken und dazwischen der Mensch aus Fleisch und Blut: In The Big Short trifft die Kalkulation auf das Wahrhafte, konkret in Form der Finanzkrise 2008. Basierend auf Michael Lewis gleichnamiger Literaturvorlage hat Regisseur Adam McKay einen Film geschaffen, der sich mit schwindelerregenden Geschwindigkeit durch die Abgründe der Wall Street bewegt. Wo Martin Scorseses The Wolf of Wall Street vor zwei Jahren vor allem viel Behauptung auf der Oberfläche war, dringt der eigenwillige Hybrid aus Drama und Komödie tatsächlich zur hässlichen Fratze der Finanzwelt vor und erzählt auf überaus düstere wie amüsante Weise vom Erwachen aus dem amerikanischen Traum. Dass das System letztendlich kollabieren wird, ist nicht nur uns Zuschauern aufgrund eines gewaltigen Wissensvorsprung klar, sondern ebenfalls einzelnen Individuen im Rahmen des Narrativs, die bereits sehr früh die potentielle Gefahr erkennen und die Möglichkeiten eines derartigen Desasters in ihrem Kopf durchspielen, wenn nicht sogar beschleunigen." dasfilmfeuilleton.de


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