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Dritte Staffel

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MI 16. November 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Future My Love

von Maya Borg
UK, Schweden 2012, 97 min
Die Produzentin Sonja Henrici aus Lohr wird bei den Vorstellungen anwesend sein, und aus dem schweren Produzentenleben berichten.

 

FUTURE MY LOVE

A FILM BY MAYA BORG

Liebe und Utopia

Future my Love ist eine einzigartige Liebesgeschichte, die unsere kollektiven und persönlichen Utopien auf der Suche nach Freiheit anregt.

Angesichts des drohenden Verlusts der idealistischen Liebe ihres Lebens, nimmt uns Filmemacherin Maja Berg mit auf eine poetischen Reise durch die Finanzkrise und erforscht ein radikal anderes ökonomisches und soziales Modell, eines das der 95 Jahre alte Futurist Jacque Fresco verfolgt. Wie viel Freiheit vermögen wir denen zu geben, die wir lieben? Und wie viel Verantwortung für unsere Gesellschaft sind wir bereit zu tragen?

In einer sorgfältigen Mischung von Archivmaterial, schwarz-weiß Super 8 Filmen und hochauflösendem Farbfilm, stellt Borg den universellen Kampf zwischen Kopf und Herz im Zeitalter der großen Veränderungen dar.

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MI 23. November 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Das brandneue Testament

von Jaco Van Dormael
Belgien, Frankreich, Luxemburg 2015, 113 min

 

Beim Ballmertshofener Filmfest zum zweiten mal gesehen - ein so intelligent und witziger Film gehört ins stattKino! "Was für ein Spaß! Erfreulich inkorrekt in jeder Beziehung erzählt Jaco Van Dormael von einer eher untypischen Kleinfamilie. Sie besteht aus Gottvater, Gottmutter und Gotttochter Éa, die zehn Jahre alt ist und ihrem herrschsüchtigen, prolligen Daddy mal so richtig eins auswischen will. Sie will nicht mehr mitansehen, wie er die Menschheit mit Kriegen und Katastrophen quält. Deshalb haut sie von Zuhause ab, sammelt eigene Apostelinnen und Apostel um sich und beginnt damit, ein neues Neues Testament zu schreiben." programmkino.de

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MI 30. November 2016
18:00 & 20:30 Uhr
A Serious Man

von Joel and Ethan Coen
USA 2009, 106 min

 

... und gleich geht es göttlich weiter in einem der besten Filme der Coen Brüder - Bissig, witzig, jüdischer Humor vom Feinsten. "Die Coen-Brüder spielen in ihrem neuen Film "A serious Man" Gott - und stellen fest, dass der tatsächlich den besten Job hat.
[...] Receive with simplicity everything that happens to you" - diesen Leitspruch des großen Rabbi Shlomo Yitzchaki, Rashi genannt, der vor bald tausend Jahren in Frankreich lehrte, stellen die Coens als Tafel dem Film voran. Und daran halten sie sich. Voll Bescheidenheit empfangen sie alles, was die Inspiration ihnen eingibt. Auf dem Weg zur Meisterschaft haben sie gelernt, es nicht mehr zu hinterfragen. Der durch sie spricht, trägt keinen Namen. Aber es muss ein großer Erzähler sein." zur kompletten SZ Kritik

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MI 7. Dezember 2016
18:00 & 20:30 Uhr
Hannah Arendt

von Margarethe von Trotta
DE, Luxemburg, FR, Israel 2012, 113 min

 

Wir finden, dass das einer der besten Filme von Margarethe von Trotta ist und somit in den Keller auf die große Leinwand gehört.

Auch wenn es keine leichte Kost ist: Es war längst überfällig, das packende Leinwandportrait über die legendäre Philosophin Hannah Arendt. Souverän stellt die versierte europäische Arthouse-Regisseurin Margarethe von Trotta ihre Zeit im New Yorker Exil und ihre Berichterstattung über den Prozess gegen den NS-Bürokraten Adolf Eichmann in den Mittelpunkt des Biopic. Herausragend verkörpert die preisgekrönte Schauspiel-Ikone des Neuen Deutschen Films Barbara Sukowa die unangepasste deutsch-jüdische Theoretikerin des 20. Jahrhunderts zwischen leidenschaftlichen Denken und Fühlen.
programmkino.de

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MI 14. Dezember 2016
18:00 FLVEG Show (OmU) 20:30 Uhr in Deutsch
Winter's Bone

USA 2010, 99 min

 

Wir hatten diesen Film beim Start in Chicago gesehen und es war wie eine Offenbarung. Daher hat es uns gefreut, dass er ganz oben in der Filmwahl steht. Das ist kein Dialog Film, man muss also kein "native speaker" sein um den Film in der 18:00 Vorstellung im Original mit Untertiteln zu geniesen, wenn die Film Nerds vom FLVEG zum 3. English Filmclub einladen.

Andreas Kilb schreibt in der FAZ. "Tiefer hat kein Western je in die Welt des Westens geschaut: Debra Graniks Film „Winter's Bone“ erzählt meisterhaft vom Leben im Hinterhof des amerikanischen Traums. Erst zum Schluss versteht man das grausige Geheimnis des Filmtitels."

... und Franziska Bulban in Die ZEIT; "Winter's Bone ist ein zugleich niederschmetterndes und zutiefst beeindruckendes Amerika-Porträt, eine einzigartige Mischung aus Gesellschaftsfilm, Thriller und Familiendrama. Country Noir nannte der Buchautor Daniel Woodrell seine genreübergreifende Erzählweise. In der Tat, ein dunkles Land."

Last but not least Tobias Kniebe in der SZ: "Schauspielerin Jennifer Lawrence ist mit dem vierfach oscarnominierten Film zum Star geworden - und den Zuschauer überkommt ein Hungergefühl: "Winter's Bone" erzählt hinreißend aus dem Inneren der unzugänglichen Backwoods."

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MI 21. Dezember 2016
18:00 und 20:30 Uhr
Harold und Maude

USA 1971, 91 min

 

Dieser Film kam als Filmwunsch herein und Harold und Maude hat mich sofort an unser früheres Leben im vergangen Jahrhundert erinnert, als wir in Lohr - erinnert sich noch jemand an die Film-Spätlese am Donnerstag? - und in Erlenbach am Main hauptberuflich Kino machten. Ist es verrückt, einen 45 Jahre alten Film zu zeigen? Ich denke nicht, denn es gibt Filme, die sind einfach zeitlos und irgendwie Teil unserer Sozialisation. Harold und Maude ist so ein genialer gute Laune Film, der das Lebensgefühl der 68er - anything goes - wie kein anderer ausdückt. "Political correct" ist er garantiert nicht. Bei seinem Erscheinen war der Film ein Flop und kam erst mal nicht in den deutschen Verleih. Der AG Kino ist es zu verdanken, dass er in die hiesigen Programmkinos kam und auch bei uns zum Kultfilm wurde. In Essen läuft er seit über 40 Jahren jeden Sonntag - still going strong. Die Kollegen von der Filmbühne haben mir auch verraten, wo die Verleihrechte liegen

Harold wehrt sich gegen die von ihm verlangte Anpassung. Eine unternehmungslustige alte Frau verbündet sich mit dem schwermütigen jungen Mann gegen das Gleichmaß und zeigt ihm, dass man weder auf Freiheit noch auf Individualität verzichten muss und sich trotzdem über das Leben freuen kann. Das kuriose Liebespaar steht im Mittelpunkt dieser makabren, anarchischen und zugleich romantischen Satire.
Eine originelle Grundidee, urkomische Einfälle, hervorragende Schauspieler und Songs von Cat Stevens haben dazu beigetragen, dass "Harold und Maude" – ungeachtet des Misserfolgs an den Kinokassen – zur Kultkomödie geworden ist.
Dieter Wunderlich

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MI 11. Januar 2017
18:00 und 20:30 Uhr
Angels' Share

UK, France, Belgium, Italy 2012, 101 min

 

Obwohl wir uns anständig geärgert hatten, dass "Toni Erdmann" dieses Jahr nicht die Goldene Palme gewonnen hatte, müssen wir zugeben: Ken Loach ist ein großer Filmemacher, ein Sprachrohr des unteren Drittels der englischen Bevölkerung und die Goldene Palme für "I, Daniel Blake" war sicher auch eine richtige Entscheidung. "Angels' Share" ist auf jeden Fall eine humorvolle Märchengeschichte, die euch verzaubern wird. Amüsant und spannend handelt sie von der Kraft schlitzohriger Leichtigkeit ebenso wie von der großherzigen zweiten Chance für einen Neuanfang.

"In dem warmherzigen Sozialmärchen „The Angel’s Share” landen arbeitslose Jugendliche aus dem schottischen Glasgow durch einen verwegenen Coup in der Welt des Whiskys auf der besseren Seite des Lebens. Meisterregisseur Ken Loach, der unermüdliche Chronist des Widerstands, zeigt sich damit erneut von seiner beschwingten Seite: humorvoll, witzig, unsentimental und mit frecher Lebendigkeit. Der erfrischende Optimismus dieses hinreißenden Feel-Good-Movies wirkt ansteckend und ermutigend. Vor allem Laiendarsteller und Hauptfigur Paul Brannigan überzeugt durch sein enormes dramaturgisches Potential." programmkino.de

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MI 18. Januar 2017
18:00 FLVEG Show (OmU) 20:30 Uhr in Deutsch
Frances Ha

USA 2012, 86 min

 

Noah Baumbachs Film war die Entdeckung der Berlinale 2013. Greta Gerwig, die auch am Drehbuch mitgearbeit hat, ist eine jüngere Inkarnation von Woody Allen. Unbedingt in der OmU Version um 18:00 Uhr anschauen!

Berlinale SYNOPSIS
Frances ist 27, lebt mit ihrer besten Freundin Sophie in New York und ist vollauf damit beschäftigt, ihre Karriere als Tänzerin immer wieder neu zu erfinden. Ihr Studium liegt schon eine Weile zurück, aber ein funktionierendes Profileben scheint noch in weiter Ferne. Auch wenn beruflich eine Enttäuschung die nächste jagt, in ihrem eheähnlichen Zusammenleben mit Sophie fühlt sich Frances ziemlich wohl. Als die jedoch überraschend auszieht, um mit einer anderen Freundin ihre Traumwohnung in Tribeca zu beziehen, sitzt Frances plötzlich auf der Straße. Jetzt muss sie nicht nur einen neuen Platz zum Wohnen finden, sondern auch einen neuen Platz in der Welt, denn von ihren zahlreichen hochtrabenden Ambitionen kann sie nur sehr wenige verwirklichen. Eine vorsichtige Romanze scheitert an unterschiedlichen Beziehungskonzepten und verläuft im Sande. Auch wenn Frances’ Alltag weit entfernt von ihren Träumen ist, stürzt sie sich mit unerschrockener Lebenslust in die Suche und tingelt von einer kuriosen Bleibe zur nächsten.
Frances Ha ist ein humorvolles Großstadtmärchen in Schwarzweiß über das Erwachsenwerden nach dem Erwachsenwerden.


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