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Großes Kino in der Lohrer Stadthalle muss leider erst mal Pause machen.

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Okt. 2020

 

"Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten" Ton Steine Scherben, 1975

"Hoffnung" ist immer noch das einzige, was Kinos dieser Tage bleibt. Da scheint mir das Motto des Liedes passend, mit dem Rio Reiser uns oft getröstet hat.
Wir haben uns auf jeden Fall schon mal vorbereitet für den hoffentlich nicht allzu fernen Tag, an dem das Licht auf der großen Stadthallen-Leinwand wieder erstrahlen darf. Ein erstes Programm mit vier Tagen und je drei wunderbaren Filmen haben wir schon einmal in der Schublade ... und hier wird der erste Tag verraten:

Ausführliche Infos zu diesen Filmen auf der Programmseite.

Wie ihr es vom Mehlings Keller gewohnt seid, wird nur Handverlesenes an einem Tag der Woche (Samstag erscheint ideal) zu sehen sein. Und wenn die Stadthallen Crew schon mal aufsperrt und die Lichter anschaltet, dann zeigen wir auch gleich drei Filme an einem Tag. Platz und Luft gibt es in der wunderbaren Stadthalle ja genug und wir können uns vorstellen, dass der eine oder die andere sich auch mal ein Double Feature reinzieht ... mit einer schönen Tasse Kaffee oder einem Schoppen in der Pause, die wir - so der Traum - auf der Terasse mit Blick auf die Lohrer Altstadt genießen können.

Neben den Kinderfilmen gibt es ausschließlich "Keller" Filme zu sehen, also Filme, die wir gesehen und die uns gefallen haben.
Für den ersten Tag haben wir gleich zwei Cannes Gewinner: "Porträt einer jungen Frau in Flammen" von Celine Sciamma, die 2019 in Cannes den Preis für das beste Drehbuch gewonnen hat. Ein starker Film über eine starke Frau. Im selben Jahr hat "Parasite" des Koreaners Bong Joon Ho die goldene Palme gewonnen. In 2020 wurde er dann auch noch mit vier Oscars überschüttet, darunter die wichtigen für besten Film, beste Regie und bestes Drehbuch. Eine Achterbahnfahrt an Film - Der Regisseur wird daher oft mit Quentin Tarantino verglichen.

Wir freuen uns auf euch - wann immer das sein wird.

Filme von Philippe Garrel - Urgestein der Nouvelle Vague - auf Arte

Wir hatten Philippe Garrel bisher noch gar nicht auf dem Schirm und ihn jetzt mit zwei Filmen auf Arte für uns entdeckt. Bis heute macht er Filme der Art, wie man sie von den Filmen mit Jean-Pierre Leaud von Godard und Truffaut in Erinnerung hat. Das halbstündige Interview , das Arte bei der Uraufführung von "Liebhaber für einen Tag" anlässlich der Uraufführung 2017 in Cannes mit ihm geführt hat, sollte man nicht versäumen.
Seine Filme sind zutiefst französich: es geht um die Liebe, die Beziehungen, über das Leben. Starke Frauenfiguren hat er geschaffen ... und die Männer - naja - sie müssen noch viel lernen.

Leider ist "Liebhaber für einen Tag" (L'amant d'un jour) schon wieder aus der Mediathek verschwunden. Als kleinen Trost kann man sich den wunderbaren libanesisch-französischen Film Caramel von Nadine Labaki anschauen. Bis 31. Mai soll er verfügbar sein. "Liebhaber für einen Tag" - Interview mit Philippe Garrel "Im Schatten der Frauen"(L'ombre des femmes). "Eine zarte Geschichte über die Gleichberechtigung der Geschlechter, aber auch darüber, wie viel Wahrheit ein Mensch erträgt. " sagt Arte

Filme sind Lebensmittel! Leckere Happen - bis das Licht wieder auf der großen Leinwand erstrahlt: Wir verraten unsere Netflix Entdeckungen

"Wenn die Nacht am tiefsten ist, ist der Tag am nächsten" hat Rio Reiser schon vor einem Vierteljahrhundert gesungen ... und es ist immer noch Trost. Mit dem neuen Jahr, mit Sonne und Nadelstichen wird auch die Kultur wieder einen strahlenden neuen Tag erleben. Und so planen auch die deutschen Kinos, wie von den Franzosen vorgemacht, ein Grand Opening, wenn die Zeiten wieder für gemeinsame Kinoerlebnisse gekommen sind!

Und da das dann wohl noch nicht im Keller gehen wird, hoffen wir auf weitere Kooperation mit der Stadthalle Lohr, um ganz am Anfang dabei zu sein. Auch das wird noch ein paar Tage daueren. Daher haben wir ein paar wunderbare Fundstücke aus dem riesigen Angebot von Netflix herausgesucht. Filme, die wir auch gerne im Keller gesehen hätten, aber auch zu normalen Zeiten nicht hätten zeigen können.

  • The Meyerowitz Stories von Noah Baumbach, einem unserer Lieblingsregisseure. Eine verrückte Familiengeschichte mir fantastischer Besetzung: Candice Bergen, Adam Driver, Dustin Hoffman, Adam Sandler, Ben Stiller und Emma Thompson.
  • Marriage Story Ein weiteres Noah Baumbach Meisterwerk
  • Rolling Thunder Revue: A Bob Dylan Story by Martin Scorsese. Ein Muss - nicht nur - für Dylan Fans.
  • Atlantique von Mati Diop, Großer Preis der Jury - Cannes 2019. "Ihr wunderbar poetischer Film, in dem sich verschiedene Erzähl- und Glaubenstraditionen kreuzen, sei jedem empfohlen, der meint, er müsse für Verständnis der Sorgen von wohlversorgten Menschen in Europa werben." Verana Luecken in ihrem FAZ Cannes Blog
  • Nur eine halbe Geschichte von Alice Wu - eine wunderbar erfrischende und intelligente romantische Komödie.
  • Manchmal begeistern uns auch Serien. Zum Beispiel The Eddy von Damien Chazelle. Für Jazz und Krimi Freunde gleichermaßen.
  • Und auch eine deutsche Serie war eine Überraschung: Unorthodox von Maria Schrader nach dem Buch von Deborah Feldman - die wir schon in "Female Pleasures" im Keller sehen konnten.
  • Mank von David Fincher. Hollywood der 30er Jahre: Der Film erzählt die Geschichte, wie Drehbuchautor - Alkoholiker, wie fast alle damals - das Drehbuch zu "Citizen Cane" entwickelte. Ein faszinierendes Porträt von Herman J. Mankiewicz in strahlendem Schwarz und Weiß.
  • Mein 40-jähriges Ich von und mit Radha Blank - Der stressige Alltag einer erfolglosen Autorin in New York und eine schwarzweiße Hommage an New York. Macht Spaß und rockt.
  • Mother of the Blues: Ma Rainey's Black Bottom Das zweite Theaterstück von August Wilson produziert von Denzel Washington wieder mit Viola Davis.
  • Und dazu passt der Dokumentarfilm über das Leben von Nina Simone: What Happened, Miss Simone? von Liz Garbus.
  • Pretend It's a City: Martin Scorcese trifft Fran Lebowitz. Die zwei Folgen ("Hall of Records" und "Library Services") sind umwerfend witzig und eine Liebeserklärung an New York.
  • Der Mohnblumenberg ist ein wunderbarer japanischer Anime. Diesen Zeichentrickfilm kann man auch mit den Kindern genießen.
  • Der weiße Tiger: Diese opulente Satire auf das indische Kastensystem hätten wir lieber im Kino gesehen. Ein weiterer großer Film, den wir nur auf dem kleinen Bildschirm entdecken können.

Einer der schönsten Filme über die Geburtsstunde des Kinos:


„Hugo Cabret“ von Martin Scorcese, USA 2011, 126 Minuten
Streaming bei Amazon und Netflix und als DVD erhältlich

Martin Scorcese ist einer der ganz großen Filmemacher unserer Zeit. Von seinen Anfängen bis heute drehte er vor allem Filme über Verbrecher, Underdogs, New York und ja, auch Musiker („The Irishman“ und die „Rolling Thunder Revue“ über Bob Dylan kamen beide 2019 bei Netflix heraus). 2012 hat er uns mit „Hugo Cabret“ überrascht - ein Märchen von einem Film über die Geburtsstunde des Kinos und die Liebe zur Kinematographie.
Ein Waisenjunge lebt in einem Pariser Bahnhof – ein Bahnhof, der die Essenz Pariser Bahnhöfe und Pariser Lebensart in atemberaubende Bilder gießt – und hält unerkannt die zahlreichen Bahnhofsuhren am Laufen. Allein das Treiben im Bahnhof mit den liebevoll gezeichneten Figuren ist Grund genug, sich den Film anzusehen. Vom bösen Stationsvorsteher über den dicken Zeitungshändler, die verliebte Café Besitzerin, die schöne Blumenhändlerin, den großzügigen Buchhändler bis zu Ben Kinsley als George Méliès, der nach dem Zusammenbruch seiner Filmproduktion einen kleinen Spielwarenladen im Bahnhof betreibt, sind alle perfekt besetzt.
Die wunderbare Geschichte von einem rätselhaften Automaten, den der Junge repariert, und damit nach spannenden Wendungen George Méliès wieder ins Licht der Öffentlichkeit bringt, ist spannend, rührend und zusammen mit einem märchenhaften Paris im Winter eine Entdeckung. Wir haben „Hugo Cabret“ gerade zum fünften Mal angeschaut und sind so begeistert wie beim ersten Mal.
Eine unbedingte Empfehlung für dunkle Winternachmittage im Kreise der ganzen Familie.

Von uns empfohlene Spielfilme in der Arte Mediathek:

"Caramel" von Nadine Labaki, Frankreich, Libanon 2007
in der Arte Mediathek bis 31. Mai 2021
Szenenfoto aus "Das Leben der Boheme" von 1992 - Akis Filme sind zeitlos!
Fünf Filme von Aki Kaurismäki in der Arte Mediathek bis 30. April 2021

Keller Nachlese - Unsere Lieblingsfilme jetzt für Zuhause:

Mit einem Klick auf das Bild geht's zum Archiv ... und auf den Button direkt in die Mediathek.


Egon Schiele: Tod und Mädchen - 3sat Mediathek bis 30. April 2021




Szenenbilder von Filmen, auf die wir jetzt leider warten müssen:




























Filme, die wir in den Keller bringen wollen

Late Night
Lara
Bernadette
Official Secrets
Die schönste Zeit unseres Lebens
Vom Gießen des Zitronenbaums
Die Wütenden - Les Misérables
Master Cheng in Pohjanjoki

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